Titelaufnahme

Titel
Die Entwicklung von Sicherheitsstrategien bei Sport Mega Events aufgrund von Terrorismus seit 1972 / vorgelegt von: Ricarda Jonas
Weitere Titel
The development of security strategies at sport mega events in regard to terrorism since 1972
AutorInnenJonas, Ricarda
GutachterLudescher, Aldric ; Preßl, Beatrice
Erschienen2018
Umfang142 Blatt
HochschulschriftWien, FH Campus Wien, Masterarb., 2018
Datum der AbgabeMai 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Security Studies / Sicherheitsplanung / Sicherheitsstrategien / Sportgroßveranstaltungen / Terrorismus
Schlagwörter (EN)security planning / security strategies / security studies / sport mega events / terrorism
Schlagwörter (GND)Großveranstaltung / Politische Verfolgung
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Zusammenfassung (Deutsch)

Kontext und Fragestellung

Internationale Sportgroßveranstaltungen bilden seit jeher einen wichtigen Bestandteil in der Gesellschaft und begeistern eine Vielzahl an Menschen aus der ganzen Welt. Doch insbesondere ihre einzigartige Größe, mediale Reichweite sowie Anziehungskraft erhöhen die Zielattraktivität für Terrornetzwerke. Von 1968 bis 2004 konnten alleine bei den Olympischen Spielen, der Inbegriff eines Sport Mega Events, 22 Anschläge identifiziert werden. Demnach ist es höchste Priorität, diese völkerbindenden Veranstaltungen bestmöglich zu schützen, um nicht Opfer von weiteren Angriffen zu werden. Mit dem Terroranschlag während der Olympischen Spielen 1972 in München rückte Sicherheit in den Mittelpunkt der Veranstaltungsplanung und führte zu einem Umdenken in der Herangehensweise mit terroristischen Bedrohungen. Neben der Einführung einer Sicherheitsstrategie bei den folgenden Olympischen Spielen 1976 in Montreal, können seither laufend höhere Aufwendungen und Kosten bei jeglicher Art von Sport Mega Events beobachtet werden, um das Sicherheitslevel zu erhöhen. Es bleibt jedoch unersichtlich, welche konkreten Fortschritte und Gründe hinter diesen Anstrengungen liegen.

Ziele der Arbeit

Das Ziel dieser Masterarbeit ist es, den Einfluss von Terrorgefahr auf die Entwicklungen der Sicherheitsstrategien von Sportgroßveranstaltungen zu ermitteln und zu analysieren. Dabei wird der Begriff Sicherheitsstrategie in zwölf Komponenten gegliedert und deren Veränderungen seit 1972 erläutert. Anschließend liefern die Erkenntnisse aus dem Forschungsbereich Security Studies Erklärungen, um die identifizierten historischen Entwicklungen zu begründen.

Theorie

Im Rahmen der vorliegenden Arbeit werden jene Erkenntnisse der Security Studies bearbeitet, die in der bestehenden Literatur bereits für Sicherheitsstrategien bei Sport Mega Events Anwendung finden. Demnach können die Securitization Theory, die Terrorismusstudien, die Theorie reflexiver Modernisierung und das Precautionary Principle inhaltlich analysiert und auf ihren Verständnisbeitrag für das anschließende Erklärungsmodell untersucht werden.

Wissenschaftliche Methoden

Im empirischen Teil werden in Form von halbstandardisierten Interviews die Meinungen und Erfahrungen von ausgewählten Fachexperten und Fachexpertinnen über die Veränderungen bei Sportgroßveranstaltungen aufgrund von Terrorismus eingeholt. Anhand einer qualitativen Inhaltsanalyse wird anschließend die Vollständigkeit der in der Theorie identifizierten Entwicklungen sichergestellt und überprüft, ob die erarbeiteten Erklärungsansätze aus den Security Studies als Grundlage für das Verständnis der Entwicklungen bei Sicherheitsstrategien von Sport Mega Events herangezogen werden können oder ob Experten und Expertinnen andere Argumente nennen.

Ergebnisse

Durch die Adaption und Erweiterung der theoretischen Erklärungsansätze mittels der empirischen Ergebnisse, kann ein realitätsnahes Erklärungsmodell als Ergebnis dieser Arbeit entwickelt werden, das dem Leser bzw. der Leserin Hintergrundinformationen über den Einfluss von Terrorismus auf Sicherheitsstrategien bei Sportgroßveranstaltungen vermittelt. Anhand der Security Studies können aufschlussreiche Erklärungsansätze erarbeitet werden, die neben einem Verständnisbeitrag auch für eine Sensibilisierung des Themas Terrorismus bei Sportgroßveranstaltungen sorgen.

Zusammenfassung (Englisch)

Context of the Thesis

International sport games play an important role in society and delight a lot of people around the whole world. Their impressive size, media coverage and uniqueness, however, heighten the attractiveness for terrorist networks. From 1968 to 2004 the Olympic Games, as a prime example for a sport mega event, were targeted for terrorist attacks 22 times. Therefore, the highest priority is to secure those unifying events as best as possible in order to avoid further attacks. Since the terrorist attack in the course of the Olympic Games 1972 in Munich, security has gained a crucial role within the event planning process and the approach of dealing with terrorist threats has changed. Apart from the implementation of a security strategy for the Olympic Games 1976 in Montreal, an increase in expenditures and costs can be monitored for any kind of sport mega event to raise the level of security. Nevertheless, the developments and the purpose of these efforts have hardly been examined yet.

Goal of the Thesis

The aim of this master thesis is to identify and analyse the impact of terrorism on security strategies of sport mega events. Therefore, the concept of security strategies will be divided into twelve elements which are investigated in regard to their developments since 1972. Moreover, the research field of Security Studies will be used to substantiate the identified enhancements with possible explanations.

Theory

Within the scope of this master thesis results of Security Studies will be assessed which already comply with security strategies at sport mega events in the existing literature. Therefore, the Securitization Theory, Terrorism Studies, the Theory of Reflexive Modernity and the Precautionary Principle are contextually analysed and examined for their accordance with the following explanatory model.

Methodology

Within the empirical part semi-structured interviews are used to get opinions and to learn about experiences from chosen subject matter experts on the developments of sport mega events due to terrorism. On the basis of the qualitative content analysis the completeness of the identified developments will be ensured. Further, it will be validated if the acquired explanatory approaches from the Security Studies give a basic understanding of the developments of security strategies at sport mega events or if experts argue differently.

Results

By adapting the theoretical explanatory approaches in employing the empirical results, a realistic explanatory model can be generated as outcome of this thesis. This model imparts background information about the impact of terrorism on security strategies at sport mega events to the readers. Based on the Security Studies, instructive explanations can be developed which not only serve as a contribution of understanding but also to sensitise people to terrorism at sport mega events.