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Title
„Herr Bundeskanzler, Sie haben das Wort!“ : Politische Ziele und wie sie eingehalten werden. Ausgewählte Regierungserklärungen österreichischer Bundeskanzler im „Wahrheitscheck“ / vorgelegt von: Hermann Brückl
Additional Titles
"Mr. Chancellor, you have the Floor!"Policy objectives and how to meet themGovernment declarations of Austrian chancellors in truth check
AuthorBrückl, Hermann
Thesis advisorSchnider, Andreas
Published2018
Descriptionv, 81 Blatt
Institutional NoteWien, FH Campus Wien, Masterarb., 2018
Date of SubmissionMay 2018
LanguageGerman
Document typeMaster Thesis
Keywords (DE)Regierungserklärung / Politik / Wahrheit / Lüge / Versprechen / Politikverdrossenheit
Keywords (EN)Governmental Declaration / Politics / Truth / Lie / Promise / Political Disenchantment
Keywords (GND)Regierungserklärung / Analyse
URNurn:nbn:at:at-fhcw:1-2877 Persistent Identifier (URN)
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„Herr Bundeskanzler, Sie haben das Wort!“ [1.09 mb]
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Abstract (German)

Was tragen Politikerinnen und Politiker dazu bei, dass sie im Vertrauensindex seit jeher hinten liegen? Ist es eine menschliche Abgehobenheit, die zum Tragen kommt oder stimmt der landläufige Vorwurf, dass Politikerinnen und Politiker alles versprechen und nichts halten?Es gibt kaum politische Reden, die eine höhere öffentliche Aufmerksamkeit erlangen, als Regierungserklärungen zum Amtsantritt eines Bundeskanzlers. Schon aus diesem Grund sollte bei der Erstellung von Regierungserklärungen ein hohes Augenmerk auf die Qualität dieser Textsorten gelegt werden. Um dieser Frage nachzugehen, habe ich ausgesuchte Regierungserklärungen von Bundeskanzlern, von Dr. Bruno Kreisky bis Mag. Christian Kern, analysiert und Rückschlüsse darauf gezogen, ob sich Politiker dem Vorhalt, Versprechen nicht zu halten oder die Unwahrheit zu sagen, tatsächlich aussetzen müssen. Ziel dieser Arbeit ist es herauszufinden, ob Politikerinnen und Politiker und ob Staatsmänner sich ihrer tragenden Rolle im Staatsgefüge bewusst sind oder ob sie leichtfertig Ziele verkünden, die sie dann nicht einhalten können. Die Nichteinhaltung hoch gesteckter, ambitionierter Ziele scheitert nicht selten an der faktischen Durchsetzungsschwäche der „Herrschenden“. Immer wieder treffen sie im Laufe ihrer Regierungszeit auf beispielsweise föderale oder sozialpartnerschaftliche Barrieren. Politik wird heute mit Sprache vermittelt. Es gilt nicht mehr das Recht des Stärkeren, sondern der Diskurs und der Kompromiss zeichnen unser politisch-gesellschaftliches Zusammenleben aus. Politikerinnen und Politiker sollten daher die Kunst der Rede verinnerlicht haben, sie beherrschen und Worte bedachtsam und überlegt einsetzen. Zwei der obersten Ziel von politisch Verantwortlichen müssten die Bewahrung der Glaubwürdigkeit und ein hohes, ihnen von den Bürgerinnen und Bürgern entgegengebrachtes Vertrauen sein. Doch gerade in diesem Punkt zeigt sich in Umfragen , dass Politikerinnen und Politiker sich bei der Frage nach Glaubwürdigkeit und Vertrauen heute im untersten Feld der Wertschätzungsskala befinden.

Abstract (English)

What do politicians contribute to the fact that they have always lagged behind in the confidence index? Are they inaccessible or is it true that politicians promise everything and keep nothing?

There are hardly any political speeches that attract more public attention than government declarations on the inauguration of a Federal Chancellor. For this reason they should pay high attention to the quality of these types of texts.

To investigate this question, I analyzed selected government declarations by Austrian Chancellors, from Dr. Bruno Kreisky to Christian Kern, and drew conclusions as to whether the accusation is true that politicians are not telling the truth. The aim of this work was to find out whether politicians are aware of their leading role or whether they carelessly promise goals that they do not meet. Non-compliance with ambitious targets often fails because of lack of assertiveness. They often encounter federal and social partnership barriers during their reign.

Today politics is made with language. It is no longer the right of the strongest that applies, discourse and compromise characterize our political and social coexistence. Politicians should be able to speak perfectly and use words carefully and prudently.

Credibility and a high level of trust should be two of the top priorities of political leaders. But unfortunately it turns out that politicians are at the bottom of the scale when it comes to the question of credibility and trust.

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