Titelaufnahme

Titel
Der EGB - Struktureller Wandel und Funktionsweise des Europäischen Gewerkschaftsbundes aus neoinstitutionalistischer Perspektive / vorgelegt von: Arthus Gucci
Weitere Titel
The ETUC - Structural change and mechanics of the European Trade Union Confederation from a neo-institutionalist perspective
AutorInnenGucci, Arthur
GutachterSchnider, Andreas
Erschienen2018
UmfangXI, 198 Blatt
HochschulschriftWien, FH Campus Wien, Masterarb., 2018
Datum der AbgabeAugust 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Europäischer Gewerkschaftsbund / Gewerkschaftsbewegung / Europäische Union / Sozialer Dialog / Lobbying / Institutioneller Wandel / Neoinstitutionalismus
Schlagwörter (EN)European Trade Union Confederation / Labour Union Movement / European Union / Social Dialogue / Lobbying / Institutional Change / Neo-institutionalism
Schlagwörter (GND)Gewerkschaft
URNurn:nbn:at:at-fhcw:1-3668 Persistent Identifier (URN)
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Der EGB - Struktureller Wandel und Funktionsweise des Europäischen Gewerkschaftsbundes aus neoinstitutionalistischer Perspektive [21.69 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der Europäische Gewerkschaftsbund (EGB) vertritt 89 nationale Gewerkschaftsbünde aus 39 Ländern und 10 europäische Gewerkschaftsverbände. Sein stetiges Wachstum und die Veränderungen auf europäischer Ebene haben unweigerlich zu Veränderungen in der Struktur und Funktionsweise des EGB geführt, welcher bereits 1973 gegründet wurde.

Die Strukturen des EGB werden in dieser Arbeit anhand der neoinstitutionalistischen Organisationstheorie analysiert. Diese bietet besonders für die strukturellen Veränderungen des EGB fruchtbare Erklärungsansätze, wie etwa die Steigerung der Legitimität im organisationalen Feld, etwa durch mimetische, oder normative Prozesse. Die Analyse zeigt, dass sich der EGB institutionell an der Europäischen Union (EU) orientiert hat, da sich seine Statuten sequentiell mit dem institutionellen Wandel in der EU verändert haben.

Die Statuten der letzten Jahre und Protokolle von Sitzungen der wichtigsten Organe des EGB wurden mit der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring bearbeitet, um den institutionellen Wandel und die inneren Dynamiken im EGB sichtbar zu machen.

Die inneren Dynamiken des EGB geben darüber Aufschluss, wie dessen Interessen gebildet und formuliert werden. Hierbei konnten besonders die großen nationalen Gewerkschaftsbünde als die wichtigsten Akteurinnen identifiziert werden. Da der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und der britische Trades Union Congress (TUC) in absoluten Zahlen die meisten Mitglieder stellen, besitzen sie in den Organen des EGB eine Vormachtstellung.

Der letzte behandelte Themenkomplex befasst sich mit der Interessensdurchsetzung des EGB in seinem organisationalen Feld, also auf europäischer Ebene. Hierbei wurde erkannt, dass der EGB zwar formal in einigen Gremien der EU vertreten ist, doch die Interessensdurchsetzung erfolgt hauptsächlich über die Mechanismen des Lobbyings. Dabei setzt der EGB nicht nur auf die eigenen MitarbeiterInnen und deren Erfolg in den europäischen Institutionen, sondern auch auf ihre Mitglieder auf nationaler Ebene.

Im Conclusio wird abschließend die Frage diskutiert, warum den Interessen der ArbeitnehmerInnen in Europa bisher so wenig Beachtung geschenkt wurde und welche Maßnahmen ergriffen werden könnten, um die europäische Gewerkschaftsbewegung weiter zu stärken und ihren Interessen auf europäischer Ebene mehr Nachdruck zu verleihen.

Zusammenfassung (Englisch)

The European Trade Union Confederation (ETUC) represents 89 national trade union confederations from 39 countries and 10 European trade union federations. Its steady growth and changes at European level have inevitably led to changes in the structure and functioning of the ETUC, which was established in 1973.

In this work the structures of the ETUC are analyzed on the basis of the organizational theory of neo-institutionalism. This offers fruitful explanatory approaches, especially for the structural changes of the ETUC, such as the increase of legitimacy in the organizational field, for example through mimetic or normative processes. The analysis shows that the ETUC has been institutionally based on the European Union (EU), as its statutes have changed sequentially with the institutional change in the EU.

The statutes of recent years and minutes of meetings of the main ETUC bodies have been analyzed with qualitative content analysis according to Mayring in order to make institutional change and internal dynamics visible.

The internal dynamics of the ETUC reveal how its interests are formed and formulated. In particular, the major national trade union confederations were identified as the key players. Since the German Trade Union Confederation (DGB) and the British Trades Union Congress (TUC) have the highest number of members in absolute terms, they also have supremacy in the ETUC bodies.

The last topic deals with the ETUC's interests in its organizational field, which is the European level. It was recognized that while the ETUC is formally represented in some EU bodies, interest is mainly channeled through the mechanisms of lobbying. In doing so, the ETUC not only relies on its own staff and their success in the European institutions, but also on their members at the national level.

Finally, the Conclusion discusses why the interests of workers in Europe have so far been given so little attention, and what measures could be taken to further strengthen the European trade union movement and give more weight to its interests at European level.

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