Titelaufnahme

Titel
Demenzsensibles Akutkrankenhaus. Das Konzept "Ehrenamtliche Demenzbegleitung". / vorgelegt von: Lisa Haslinger
Weitere Titel
Dementia-sensitive emergency hospital. Volunteering in dementia care.
AutorInnenHaslinger, Lisa
GutachterGrandy, Simone ; Prohaska, Shajen
Erschienen2018
Umfangix, 130 Blatt
HochschulschriftWien, FH Campus Wien, Masterarb., 2018
Datum der AbgabeNovember 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Demenz / Akutkrankenhaus / Ehrenamt / Freiwilligenarbeit / Strategie / Konzept / Demenzbegleitung / Fokusgruppe
Schlagwörter (EN)Dementia / Emergency hospital / Volunteering / Visiting service / Dementia care / Strategy / Concept / Focus Group
Schlagwörter (GND)Demenz / Ehrenamt
URNurn:nbn:at:at-fhcw:1-4256 Persistent Identifier (URN)
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Demenzsensibles Akutkrankenhaus. Das Konzept "Ehrenamtliche Demenzbegleitung". [1.87 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Fünfzig Millionen Menschen weltweit leben derzeit mit der Diagnose Demenz, die Tendenz ist steigend (vgl. WHO, 2018, S. 4). Ein Krankenhausaufenthalt birgt das Risiko einer Verschlechterung der kognitiven und funktionellen Fähigkeiten (vgl. Isfort et al., 2014, S. 741). Für Menschen mit Demenz ist es, um den Faktor 3,6 wahrscheinlicher in einem Krankenhaus behandelt zu werden (vgl. Pinkert, Holle, 2012, S. 731). Der Akutbereich ist nicht auf die Versorgung von Menschen mit Demenz ausgerichtet. Es werden adäquate Konzepte benötigt.

Ziel dieser Masterarbeit ist die Situation, Demenz im Akutkrankenhaus, aus Sicht von Fachpersonen zu beschreiben. Die Betrachtung des Konzepts „Ehrenamtliche Demenzbegleitung“ trägt zur Strategieentwicklung und der Identifikation von Implementationsbedingungen bei. Einundzwanzig Fachpersonen verschiedener Bereiche der Akutversorgung werden mit Hilfe eines halbstrukturierten Interviewleitfadens, in vier Fokusgruppen befragt. Auswertungsmethode ist die zusammenfassende Inhaltsanalyse nach MAYRING (2015).

Gesundheitsberufe fühlen sich durch den demografischen Wandel überrollt. Daraus resultieren multiple Belastungsfaktoren, auch für Menschen mit Demenz. Die Bedeutung von Kommunikation und von zu treffenden Maßnahmen wird deutlich.

Das Konzept „Ehrenamtliche Demenzbegleitung“ beschreibt einen ehrenamtlichen Besuchsdienst der Menschen mit Demenz in Form von Gesprächen, Gesellschaft und individuellen Beschäftigungsangeboten, im Rahmen der Akutversorgung begleitet. Die Prävention von Verhaltenssymptomen sowie das Sicherheitsgefühl für Gesundheitsberufe und Menschen mit Demenz, durch Aufmerksamkeit, Aktivierung und eine unbefangene Beziehung, sind aus Sicht der befragten Fachpersonen Stärken dieses Konzepts. Es bietet die Chance der Fokussierung auf die demenzbetroffene Person, was die Qualität der Betreuung verbessert. Schwächen des Konzepts „Ehrenamtliche Demenzbegleitung“ sind laut Befragten die obligatorische Sympathie sowie mögliche Überforderung und Überfürsorglichkeit in der Begleitung. Gefahren im Setting Akutkrankenhaus sind das herausfordernde Zeitmanagement, die Definition des Tätigkeitsbereichs sowie der Balanceakt zwischen Kontinuität und Flexibilität.

Bedingungen der Implementierung können der Umwelt, den beteiligten Menschen und der Gestaltung des Konzepts zugeordnet werden. Die Rolle der Führung im Implementationsprozess wird durch die Haltung zum Krankheitsbild Demenz bestimmt. Diese beeinflusst die innerbetriebliche Kommunikation und Organisation. „Ehrenamtliche Demenzbegleitung“ ist die Chance für Demenzsensibilität im Akutkrankenhaus.

Zusammenfassung (Englisch)

Worldwide fifty million people suffer from dementia. This number is increasing constantly (vgl. WHO, 2018, S. 4). Patients with dementia have a higher risk of cognitive and functional decline in hospital. At the same time, people with dementia are also 3.6 times likelier to be treated in an acute care setting (vgl. Pinkert, Holle, 2012, S. 731).

This setting however, is not able to meet the complex needs of people with cognitive impairment. Hence, high quality strategies for a dementia-sensitive hospital are needed.

The aim of this research is to explore dementia in emergency hospitals and the use of volunteers in dementia care. Professionals, working in different parts of the acute care setting, describe conditions for an implementation. To gather information, four focus groups were interviewed. In total, 21 professionals shared their perspectives using a semi-structured questionnaire. The systematic content analysis is based on MAYRING (2015).

Professionals emphasize the demands through the demographic changes in society, causing multiple stress-factors for professionals and people with dementia. The importance of necessary actions is becoming apparent.

In this context volunteering in dementia care as a concept, enfolds an honorary visiting service. Conversation, companionship and individual activities are provided to people with dementia throughout the acute care setting.

The main strengths of this concept are the prevention of challenging behavior and the sense of safety for professionals and people with dementia due to attention and activation. The opportunity to focus on people with dementia is improving the quality of care.

Excessive demands, overprotectiveness and the mandatory sympathy are possible impairments of volunteering in dementia care. Risks in the acute care setting referring this concept are the complex organization, the definition of the function and the balance between continuity and flexibility.

The conditions of the implementation have to cover the concept itself, the environment and interacting individuals.

For the implementation-process, the attitude of leading persons towards the diagnosis dementia, is described as significant. It influences communication and organization in the acute care setting.

People with dementia challenge the acute care setting and volunteers are one possibility to put dementia-sensitivity to practice.

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