Titelaufnahme

Titel
Implementierung des Intensivtagebuchs anhand des IOWA Modells / vorgelegt von: Nikolaus A. Reinthaller
Weitere Titel
Implementation of the ICU-diary based on the IOWA Model
AutorInnenReinthaller, Nikolaus Alexander
GutachterRebitzer, Gerlinde
Erschienen2018
UmfangIX, 116 Blatt
HochschulschriftWien, FH Campus Wien, Masterarb., 2018
Datum der AbgabeSeptember 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Changemanagement / Empowerment / Depression / Delir / Veränderungsprozess / Veränderungsmodell / Akzeptanzmodell / organisationale Veränderung / organisatorischer Wandel
Schlagwörter (EN)Changemanagement / Empowerment / Depression / Delirium / change process / change model / aceptance model / organisational change / organisationale alteration
Schlagwörter (GND)Intensivpflege / Pflegepersonal
URNurn:nbn:at:at-fhcw:1-4294 Persistent Identifier (URN)
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Implementierung des Intensivtagebuchs anhand des IOWA Modells [1.33 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Abstract Deutsch

Die vorliegende Master Thesis zeigt die Notwendigkeit des Intensivtagebuchs in der Pflege von IntensivpatientInnen auf. Zusätzlich wird das Implementierungsverfahren anhand des IOWA Modells vorgestellt. Die Fragestellungen sind, welche Auswirkungen hat das Intensivtagebuch auf Betroffene, Angehörige bzw. Pflegepersonen und wie das Implementierungsverfahren anhand des IOWA Modells umgesetzt werden kann. Die Arbeit beruht auf einer systematischen Literaturanalyse und qualitativen Interviews von zwei Pflegeexperten, welche das Intensivtagebuch erfolgreich implementiert haben. Die Ergebnisse zeigen, dass Auswirkungen des Intensivtagebuchs auf Betroffene sowohl anhand der theoretischen wie auch der empirischen Analysen überwiegend positiv sind. Das Tagebuch hilft, die Lücken der Erinnerung zu schließen, verwirrende traumatisierende Erfahrungen richtig zu zuordnen bzw. zu interpretieren und damit posttraumatische Belastungsstörungen zu verringern. Zusätzlich wird die Unterstützung aller beteiligten Personen, wie vor allem der Angehörigen, als sehr positiv erlebt. Damit gelingt den PatientInnen ein besserer Wiedereinstieg in das Alltagsleben. Die Angehörigen profitieren vor allem dadurch, dass sie sich einen raschen Überblick über die Geschehnisse verschaffen können, die in der Zeit ihrer Abwesenheit erfolgt sind. Zusätzlich bietet das Intensivtagebuch eine Hilfe zur Aufarbeitung der eigenen Belastungserfahrungen. Für eine erfolgreiche Implementierung des Intensivtagebuchs sind seine Auswirkungen für die Pflegepersonen wichtig. Hier zeigen sich Abweichungen zwischen den Ergebnissen der Theorie und jenen der Empirie. Während vor allem die dargelegte Studie des Wagner Jauregg Krankenhauses von erheblichen Widerständen berichtet, konnten die Fallstudien der befragten Experten zeigen, dass anfängliche Ressentiments rasch überwunden werden konnten. Die überwiegende Zahl der Pflegepersonen begann rasch mit der aktiven Führung des Tagebuchs und bewertet die gewonnenen Erfahrungen positiv. Ein entscheidender Aspekt dafür ist der von den Experten berichtete geringe Mehraufwand für das Intensivtagebuch, der nur wenige Minuten pro Eintrag umfasst. Diese Erkenntnis ist zentral für die Fragestellung, wie das Implementierungsverfahren anhand des IOWA Modells umgesetzt werden kann. Das IOWA-Modell, sowie weitergehende theoretische Change Management Verfahren gehen davon aus, dass für eine erfolgreiche Implementation ein strukturierter mehrstufiger Prozess zu durchlaufen ist. Im Gegensatz dazu zeigt die Erfahrung der Experten, dass die Implementation auch informell und ohne Vorgehensmodell erfolgen kann, wenn der Prozess professionell initiiert und begleitet wird, da der geringe Aufwand kein umfassendes Change Management erfordert

Zusammenfassung (Englisch)

Abstract English

This master's thesis shows the necessity of the intensive care journal in the care of patients. In addition, the implementation process will be presented using the IOWA model. The questions are, what impact the intensive care journal has on affected patients, relatives or caregivers and how the implementation process can be implemented using the IOWA model. The work is based on a theoretical analysis and the interviews of two nursing experts, who have successfully implemented the intensive diary. The results show, that the impact of the intensive care journal on patients are overwhelmingly positive, both on the theoretical as well as on the empirical analyzes. The diary helps to close the gaps in memory, to correctly assign or interpret confusing traumatic experiences and thus to reduce post-traumatic stress disorders. In addition, the support of all persons involved, especially the relatives, is experienced as very positive. Thus, the patients manage a better re-entry into everyday life. The relatives benefit above all from the fact, that they can get a quick overview of the events that took place during their absence. In addition, the intensive diary offers help in processing one's own stress experiences. Important for a successful implementation of the intensive care journal are its implications for the caregivers. Here are differences between the results of the theoretical and those of the empirical analysis. While the presented study of the Wagner Jauregg hospital reported considerable resistance, the case studies of the interviewed experts showed that initial resentments could be overcome quickly. The overwhelming number of caregivers quickly began actively managing the diary and rated the experience gained positively. A crucial aspect of this is the low overhead, reported by the experts for the intensive journal, which only covers a few minutes per entry. This finding is central to the question of how the implementation process can be implemented using the IOWA model. The IOWA model as well as further theoretical change management procedures assume, that a structured multi-stage process has to be completed for a successful implementation. In contrast, the experience of the experts shows, that the implementation can also be made informally and without a procedural model, if the process is professionally initiated and supported, since the low effort does not require comprehensive change management

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