Titelaufnahme

Titel
Ist "Pollen aus dem Weg zu gehen" eine wesentliche Form von Coping? : Die bio-psycho-sozialen Belastungen bei Baumpollenallergie unter dem Aspekt der Resilienz / vorgelegt von: Gertrude Schöner
Weitere Titel
Is "avoiding pollen" an essential form of coping?The bio-psycho-social burdens of tree pollen allergy under the aspect of resilience
AutorInnenSchöner, Gertrude
GutachterHaberhauer, Judith
Erschienen2018
Umfangv, 116 Blatt
HochschulschriftWien, FH Campus Wien, Masterarb., 2018
Datum der AbgabeSeptember 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Baumpollenallergie / Resilienz / bio-psycho-soziale Belastungen
Schlagwörter (EN)tree pollen allergy / resilience / bio-psycho-social burdens
Schlagwörter (GND)Pollen / Allergiker / Allergie / Bewältigung
URNurn:nbn:at:at-fhcw:1-4124 Persistent Identifier (URN)
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Ist "Pollen aus dem Weg zu gehen" eine wesentliche Form von Coping? [1.85 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit den bio-psycho-sozialen Belastungen und den protektiven Faktoren der Baumpollen-AllergikerInnen und den damit fallweise in Verbindung auftretenden Kreuzallergien. Ziel dieser Forschungsarbeit ist die Identifikation der Belastungsfaktoren und die daraus entwickelten Bewältigungsmaßnahmen der Betroffenen sowie die Unterstützungsmöglichkeiten der Klinischen Sozialen Arbeit (KSA).

Zur Beantwortung der Forschungsfragen wurden fünf narrative Interviews mit den Betroffenen als ExpertInnen ihrer Lebenssituation und ein Leitfadeninterview mit einem medizinischen Experten geführt.

Die Gruppe derer, die an einer Baumpollenallergie leidet, kann nur schätzungsweise beziffert werden, da keine epidemiologischen Studien zur Verfügung stehen und die Betroffenen Mehrfachallergien aufweisen. Dementsprechend soll die offen formulierte Einstiegsfrage zu Beginn der narrativen Interviews die Lebenssituation der Baumpollen-AllergikerInnen unter Berücksichtigung der individuell gemachten Erfahrungen und Lösungsansätze abbilden.

Die Ergebnisse dieser Arbeit lassen den Schluss zu, dass „Pollen aus dem Weg zu gehen“ keine wesentliche Form von Coping ist. Tendenziell veranlassen die Symptome die Betroffenen, sich in den eigenen Wohnraum zurückzuziehen, ein Vermeidungsverhalten an den Tag zu legen und/oder unter verschiedenen Behandlungsmethoden zu wählen. Es ist davon auszugehen, dass dem Familien- und Freundeskreis eine tragende Rolle bei den Bewältigungs- und Widerstandsressourcen zukommt. Die Betroffenen beklagen das fehlende Verständnis in den umgebungsbezogenen Sozialsystemen und empfinden ihre Glaubwürdigkeit bezüglich der allergischen Belastungen in Frage gestellt. Zudem wird die Sichtweise der Gesellschaft, die die Anerkennung der Krankheitsbeschwerden als vernachlässigbar einstuft und dementsprechend ständig Erklärungsbedarf einfordert, als beschwerlich empfunden. Die Betroffenen wünschen sich mehr Öffentlichkeit und gesetzlich verankerten Schutz als AnrainerInnen bei der Grünraumgestaltung.

Die ersten allergischen Symptome werden in auffälliger Weise nach sogenannten Lebensveränderungskrisen, wie Einschulung, Pubertät, Verlassen des Elternhauses und Umzug beobachtet. Möglicherweise ist für den Krankheitsbeginn und -verlauf die Balance zwischen den schützenden und belastenden Faktoren besonders wichtig. Die KSA könnte als Fachdisziplin im Gesundheits- und Sozialwesen auf diese Herausforderungen reagieren.

Zusammenfassung (Englisch)

This paper is about bio-psycho-social burdens and protective factors of those affected by tree pollen allergy, and the case-by-case occurrence of cross allergies. The goal of this paper is to identify the negative factors, the coping mechanisms developed by affected people, and the support possibilities of the Clinical Social Work (Klinische Soziale Arbeit, KSA).

Five narrative interviews were carried out with allergy sufferers as experts of their own living situations, as well as a guideline interview with a medical expert.

The number of tree pollen allergy sufferers can only be estimated, because there are no epidemiological studies, and affected people have multiple allergies. Thus, the loosely-formulated introductory question at the beginning of the narrative interviews aims to depict the living situation of those suffering from tree pollen allergy, while considering their individual experiences and attempted solutions.

This papers results lead to the conclusion that “avoiding pollen” is not a significant form of coping. Symptoms tend to compel the affected to withdraw into their own living space, display avoidance behaviour, and/or to choose various methods of treatment. It can be assumed that family and friends play an essential role in building coping and resistance resources. Allergy sufferers lament the lack of understanding in their surrounding social systems and often feel their credibility is called into question in regard to their allergies. Additionally, the view of society which considers recognition of these medical complaints to be negligible and therefore constantly demands an explanation is taxing. Those affected wish for more publicity and legal protection as residents in the design of green areas.

First allergic reactions are observed conspicuously after so called “life-changing-crises” like school enrolment, puberty, leaving the parental home or relocation. The balance between protective and negative factors might be especially important for the disease onset and its course. As a health care and social service discipline, the KSA (Clinical Social Work) could respond to these challenges.

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