Titelaufnahme

Titel
Vireale Nachbarschaften : Online-Nachbarschaftsvernetzung in Wien am Beispiel zweier Internetplattformen / vorgelegt von: Barbara Theiner
Weitere Titel
Neighbourhoods in “vireality”Online networking in Viennese neighbourhoods portrayed by two internet platforms
AutorInnenTheiner, Barbara
GutachterStoik, Christoph ; Diebäcker, Marc
Erschienen2018
Umfangvii, 93 Blatt
HochschulschriftWien, FH Campus Wien, Masterarb., 2018
Datum der AbgabeSeptember 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Facebook / FragNebenan / Internet / Nachbarschaftshilfe / Nachbarschaftsvernetzung / Virealität
Schlagwörter (EN)Facebook / FragNebenan / Internet / neighbourly help / neighbourhood networking / vireality
Schlagwörter (GND)Online-Community / Social Media
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Masterarbeit gibt einen Überblick über Online-Nachbarschaftsvernetzung am Beispiel ausgewählter Facebook-Gruppen sowie der Plattform FragNebenan. Dabei begrenzt sich der Forschungsgegenstand auf Internet-Gruppen in Wien, die den Zweck der lokalen Vernetzung der Nachbarschaft haben. Mithilfe teilnehmender Beobachtung, virtueller Ethnographie und eines Online-Leitfadeninterviews werden auf beiden Plattformen Erhebungen durchgeführt, um einen Einblick darüber zu erhalten, wie die ausgewählten Online-Plattformen genutzt werden, welche Funktionen sie erfüllen und welche Inhalte bzw. Themen bei der Nutzung in den jeweiligen Gruppen auftauchen. Mithilfe der Themenanalyse nach Froschauer/Lueger (2003) werden die erhobenen Daten ausgewertet. Dabei zeigen sich unterschiedliche Nutzungsweisen und es wird sichtbar, dass die Plattformen für einige Nutzer_innen alltagserleichternde Funktionen erfüllen. Als relevante inhaltliche Themen werden unter anderem die Nachbarschaftshilfe, die Rolle der Administrator_innen, der Umgang mit persönlichen Informationen sowie allgemeine Bezirksinformationen analysiert. Neben diesen thematischen Gemeinsamkeiten der Plattformen FragNebenan und Facebook, zeigen sich jedoch auch Unterschiede. Beispielsweise die Art der Seitenmoderation oder die Rahmenbedingungen bzw. Regeln, welche einen möglichen Einfluss auf die soziale Interaktion in einer Gruppe haben können. Zudem lässt sich erkennen, dass der reale und der virtuelle Raum nicht getrennt voneinander betrachtet werden können, sondern es zu einer Überschneidung dieser Räume kommt und sich ein neues Forschungsfeld, nämlich jenes des „virealen“ Raums eröffnet. Die Arbeit soll als Grundlagenforschung dienen um die Potentiale des „virealen“ Raums aufzuzeigen und eine Basis für mögliche weiterführende Forschung im Bereich der Sozialwissenschaften zu bieten.

Zusammenfassung (Englisch)

The following Masters thesis gives an overview of the online networking of urban neighbourhoods illustrated by taking the example of “Facebook” and “FragNebenan”. The research object is limited to groups in Vienna which serve the purpose of networking in local neighbourhoods. By using the methods of participant observation, virtual ethnography and structured interview, closed groups on both online platforms are surveyed to gain an insight into how precisely these platforms are used, which functions are fulfilled and which topics arise. The gathered data is being evaluated with the “Themenanalyse” in accordance with Froschauer/Lueger (2003). The evaluations show quite different ways of utilizing the platforms and illustrate that the platforms facilitate the everyday life of some users. The most relevant and consequently analysed topics are neighbourly help, the role of the administrators, dealing with private data as well as information about local districts. Alongside these topical commonalities of the platforms “Facebook” and “FragNebenan” it becomes apparent that the different approaches to site moderation as well as the code of conduct have a potential impact on the distinct social interactions in these online groups. The findings show furthermore that in this regard real and virtual spaces no longer can be regarded as separated entities but rather as overlapping spaces which constitute a new field of research, namely, the field of “vireal space”. Thus this paper may serve as a basis for further research and illustrates the potential of the concept of vireal spaces.