Titelaufnahme

Titel
Partizipative Dokumentation mit Jugendlichen am Beispiel einer sozialpädagogischen Wohngemeinschaft der Mag Elf / vorgelgt von: Johanna Kandler
Weitere Titel
Participative documentation with adolescents using the example of a socio-pedagogical apartment-sharing community of Mag Elf
AutorInnenKandler, Johanna
GutachterHaberhauer, Judith ; Brunner, Alexander
Erschienen2018
Umfangvi, 93 Blatt
HochschulschriftWien, FH Campus Wien, Masterarb., 2018
Datum der AbgabeSeptember 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Partizipative Dokumentation / Partizipation / Dokumentation / Sozialpädagogik / Sozialarbeit / Sozialpädagogische Wohngemeinschaft / Mag Elf / Jugendliche
Schlagwörter (EN)Participative documentation / Participation / Documentation / Socio pedagogy / Social work / Apartment-sharing community / Mag Elf / Adolescents
Schlagwörter (GND)Jugendhilfe / Sozialpädagogik / Wohngemeinschaft
URNurn:nbn:at:at-fhcw:1-3797 Persistent Identifier (URN)
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Partizipative Dokumentation mit Jugendlichen am Beispiel einer sozialpädagogischen Wohngemeinschaft der Mag Elf [1.2 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Masterarbeit beschäftigt sich mit einer neuen Idee der Dokumentationsmethode im

sozialpädagogischen Setting der Fremdunterbringung, genannt partizipative

Dokumentation.

Partizipative Dokumentation meint das Verfassen der Tagesdokumentation gemeinsam mit

jenen Kindern und Jugendlichen, über welche die Dokumentation geschrieben wird.

Aufgrund der Chancen durch Partizipation sowie den Schwierigkeiten und

Herausforderungen beim Verfassen von Dokumentationen, entstand das Interesse, diese

Dokumentationsmethode im Rahmen einer Masterarbeit zu erforschen.

Eine Wohngemeinschaft mit vier Pädagog*innen und sechs Jugendlichen zwischen 16 und

19 Jahren erprobte diese Methode einen Monat lang, d.h. im Februar 2018. Danach

wurden die Dokumentationseinträge des Februars mit denen des Jänners verglichen und

hinsichtlich entstandener Veränderungen ausgewertet. Im Rahmen zweier

Gruppendiskussionen und einem Einzelinterview wurden die Erfahrungen der

Pädagog*innen und der Jugendlichen eingeholt. Zwei Nicht-Teilnehmende

Beobachtungen sowie Erhebungsbögen mit Informationen zum Zeitbudget und der

Teilnahmequote ergänzen die Ergebnisse.

Aus den Ergebnissen ist zu entnehmen, dass diese Methode die Dokumentationseinträge

in der Hinsicht veränderte, dass diese vielseitiger und persönlicher wurden. Außerdem

veränderten sich dadurch die Beziehungen zwischen den Sozialpädagog*innen und den

Jugendlichen, da sie zu mehr Vertrauen führte und die Kommunikationsebene positiv

veränderte.

Partizipative Dokumentation birgt viele Chancen, sowohl für die pädagogische Arbeit als

auch für die persönliche Entwicklung der Jugendlichen. Jedoch ist diese Methode unter

Umständen sehr zeitintensiv und benötigt ein Setting, das genügend Zeit und Ruhe für die

Gespräche bietet.

Offen bleibt, wie diese Methode mit Kindern und jüngeren Jugendlichen funktionieren

würde und ob bzw. wie sie mit Kindern und Jugendlichen mit kognitiver Beeinträchtigung

umgesetzt werden kann. Zudem beschränkt sich die Methode vorerst auf den

sozialpädagogischen Bereich der Fremdunterbringung, eine Verbreitung und Umsetzung

in anderen Kontexten sozialpädagogischer und sozialarbeiterischer Arbeit wäre aber

durchaus möglich und erfreulich.

Zusammenfassung (Englisch)

The following thesis seeks to examine a new form of documentation in the field of socio-pedagogical work in apartment-sharing communities. The method in question is called participative documentation.

Participative documentation is concerned with the cooperative and collective writing of the documentation in cooperation with the child or adolescent in question. As a result of the potential of the participatory element as well as the difficulties and challenges of participative documentation, the decision to examine this very issue throughout the master thesis was made.

A living community including four pedagogues and six adolescents aged 16 19 attempted to test the method for the duration of one month, in February 2018. Subsequently, the results of February were compared with the ones from January, were then analyzed and evaluated. Throughout two group discussions and one individual interview, the experiences of the pedagogues and adolescents were collected. The results are extended by two non-participative observations, survey documentation including information regarding time budget and participation quotas.

The results show improvement in terms of diversity and individuality. Additionally, the relationship between adolescents and their pedagogues were strengthened as they gained more trust and thus, the communication level changed positively.

Participatory documentation offers a number of opportunities for the pedagogic field as well as for the personal improvement of the adolescents. However, this method indeed can be time consuming and requires a quiet setting and a sufficient amount of time.

Unanswered remains how the method would work if applied to children and adolescents with cognitive impairment. Still a relatively virgin territory, the research on this method is for now restricted to apartment-sharing communities. Extended research in other settings however would be possible and could complement the existing knowledge.

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