Titelaufnahme

Titel
Klinische Soziale Arbeit im Kontext der Behinderungsverarbeitung : Belastungs- und Bewältigungserleben von Eltern intellektuell beeinträchtigter Kinder am Beispiel: Trisomie 21 in den ersten drei Lebensjahren / vorgelegt von: Amra Hadzialic
Weitere Titel
Clinical Social Work in the context of disabilityStress and coping experience of parents with an intellectually impaired child at the example: Trisomy 21 in the first three years of life
AutorInnenHadzialic, Amra
GutachterVorlaufer, Johannes
Erschienen2018
Umfangvii, 107 Blatt
HochschulschriftWien, FH Campus Wien, Masterarb., 2018
Datum der AbgabeSeptember 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Beeinträchtigung-Trisomie 21-Eltern-Adaptionsprozess-Klinische Soziale Arbeit-Bio-psycho-soziales Modell-Salutogenese-Soziale Unterstützung
Schlagwörter (EN)Impairment-Trisomy 21-Parents-Adaption Process-Clinical Social Work-Bio-psycho-social Model-Social Support
Schlagwörter (GND)Down-Syndrom / Diagnose / Familienleben
URNurn:nbn:at:at-fhcw:1-4067 Persistent Identifier (URN)
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Klinische Soziale Arbeit im Kontext der Behinderungsverarbeitung [0.84 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Forschungsarbeit beschäftigt sich mit der komplexen Situation von Eltern nach der Geburt eines Kindes mit Trisomie 21. Nicht nur die Rollenverteilung der Eltern, sondern auch die vielen verschiedenen Faktoren, welche zur Anpassung an die Beeinträchtigung des Kindes hilfreich sind, werden aus der Sicht der Klinischen Sozialen Arbeit erforscht. Beide Elternteile sind vor die schwierige Herausforderung gestellt und müssen sich mit der neuen Lebenslage auseinandersetzen. Meistens trifft die Diagnose die Eltern vollkommen unerwartet und sie müssen zur Gänze unvorbereitet die neue Situation meistern. Eltern zuerst in einen Schockzustand, welcher auch zu einer Distanz zwischen Elternteil und Neugeborenes führen kann. Die Paare sind verunsichert und haben Angst vor der neuen Lebenslage, sowie vor den Anforderungen, welche das Kind mit Trisomie 21 mitbringt. Jeder Elternteil versucht auf seine Art und Weise sich an die Beeinträchtigung des eigenen Kindes anzupassen.

Die Ergebnisse der Forschungsarbeit haben gezeigt, dass die Paare auf verschiedene Arten versuchen, mit der neuen Lebenssituation umzugehen. Die Elternrollen sind in den Familien gut aufgeteilt und beide Erziehungsberechtigte sind in ihrer Elternschaft, sowie in der Kinderbetreuung, aktiv tätig. Den Eltern ist es vor allem wichtig, dass die Familie zufrieden ist und dass das Familienkohärenzgefühl gestärkt wird.

Weiters zeigen die Ergebnisse die verschiedenen Möglichkeiten zur Anpassung an die neue Lebenssituation von Eltern und welche Maßnahmen als hilfreich angesehen werden. Häufig versuchen die Paare die Beeinträchtigung ihres Kindes zuerst kognitiv zu verarbeiten und stürzen sich dann in die Fachliteratur. Einige von ihnen suchen jedoch auch Kontakt zu Eltern, welche bereits ein Kind mit Trisomie 21 haben, um dort Erfahrungen und Informationen zu sammeln. Den größten Nutzen haben die Erziehungsberechtigten von sozialer, professioneller und familiärer Unterstützung. Die Klinische Soziale Arbeit kann als ein großer Helfer angesehen werden. Denn durch die biopsychosoziale-orientierung und ihren Fokus auf die „hard-to-reach“ KlientInnen, kann die Klinische Soziale Arbeit eine relevante Rolle im Verarbeitungsprozess der Eltern werden.

Zusammenfassung (Englisch)

The present research deals with the complex situation of parents after the birth of a child with trisomy 21. Not only the roles of parents, but also the many different factors that help to adapt to the disability of the child, are explored from the point of view of clinical social work. Both parents are faced with the difficult challenge and must deal with the new situation. Most of the time, the diagnosis is completely unexpected, and parents are therefore completely unprepared for the new situation.

For this reason, most parents first fall into a state of shock, which can also lead to a distance between parent and newborn. The couples are often insecure and are afraid of the new life situation, as well as the requirements, which brings the child with trisomy 21 with it. Each parent tries in his / her way to adapt to the impairment of their own child.

The results of the research have shown that couples try to master their new life situation in different ways. The parenting roles are well-distributed among the families and both guardians are actively involved in their parenting as well as in child care. Above all, it is important for parents that the family is satisfied and that the sense of family cohesion is strengthened.

Furthermore, the results show the various options for adapting to the new life situation of parents and what measures are considered helpful. Mostly, the couples first try to cognitively process the impairment of their child and then plunge into the specialist literature. However, some of them also seek out contact with parents who already have a child with trisomy 21 to gain experience and information there. The most beneficial are the parents of social, professional and family support. The Clinical Social Work can be considered as a great helper. Because of the biopsychosocial orientation and its focus on the "hard-to-reach" clients, the clinical social work can become a relevant role in the processing process of the parents.

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