Titelaufnahme

Titel
Menschen nach der Unterbringung im Maßnahmenvollzug - im Spannungsfeld zwischen Inklusion und Exklusion. Eine sozialdiagnostische Analyse in den Nachsorgeeinrichtungen der "pro mente plus OÖ". / vorgelegt von: Katharina Zainer
Weitere Titel
People after accommodation in forensic commitment - the tension between inclusion and exclusion. A social diagnostic analysis in the forensic aftercare institutions from "pro mente plus OÖ".
AutorInnenZainer, Katharina
GutachterBengesser, Andreas ; Wernhart, Georg
Erschienen2018
UmfangVII, 109 Blatt
HochschulschriftWien, FH Campus Wien, Masterarb., 2018
Datum der AbgabeSeptember 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Maßnahmenvollzug / Inklusion / Exklusion / Nachsorgeeinrichtung / Inklusionschart
Schlagwörter (EN)forensic commitment / inclusion / exclusion / forensic aftercare institutions / Inclusion Chart
Schlagwörter (GND)Strafvollzug / Nachsorge
URNurn:nbn:at:at-fhcw:1-4119 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Menschen nach der Unterbringung im Maßnahmenvollzug - im Spannungsfeld zwischen Inklusion und Exklusion. Eine sozialdiagnostische Analyse in den Nachsorgeeinrichtungen der "pro mente plus OÖ". [4.77 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit jenen Personen, die sich aufgrund einer psychiatrischen Erkrankung und einer begangenen Straftat im österreichischen Maßnahmenvollzug befanden. Ehemalige Untergebrachte des Maßnahmenvollzuges werden unter Ausspruch von gerichtlich angeordneten Weisungen in unterschiedliche Nachsorgeeinrichtungen entlassen. Eine dieser Nachsorgeeinrichtungen ist „pro mente plus OÖ“, welche unterschiedliche Betreuungsleistungen anbietet. Einerseits können die Betroffenen in einem Wohnhaus betreut werden oder andererseits in Form einer mobilen Betreuung oder aufsuchenden Assistenz.

Da in der Literatur von der Totalexklusion dieser Personen während der Unterbringung im Maßnahmenvollzug gesprochen wird und auch nach der Entlassung Hinweise zur Exklusion gefunden wurden, beschäftigt sich die vorliegende Masterarbeit mit folgenden Fragen:

Wie inkludiert bzw. exkludiert fühlen sich Menschen nach der Unterbringung im Maßnahmenvollzug in Hinblick auf verschiedene Integrationsbereiche?

Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Art der Wohnform (Wohnhaus, mobile Betreuung und aufsuchende Assistenz) und dem subjektiven Inklusionsempfindens?

Um diese Fragen zu beantworten, wurde eine quantitative Erhebung mithilfe eines Fragebogens in den unterschiedlichen Wohnformen der „pro mente plus OÖ“ durchgeführt. Insgesamt wurden 76 Personen zu ihrer subjektiven Wahrnehmung hinsichtlich Inklusion oder Exklusion zu verschiedenen Lebensbereichen befragt. Der Fragebogen lehnt sich inhaltlich an das sozialdiagnostische Instrument der Inklusionschart (IC4) nach Pantuček-Eisenbacher und Grigori an.

Das Ergebnis der Erhebung zeigte, dass sich die befragten Personen mehrheitlich in die Funktionssysteme Rechtsstatus, Sozialversicherung, Geldverkehr, Mobilität, medizinische Versorgung, Medien und Adressierbarkeit inkludiert fühlen. Aus den Funktionssystemen Arbeitsmarkt und Bildungswesen sind die Betroffenen jedoch weitestgehend exkludiert, weswegen in diesen Bereichen für die Klinische Soziale Arbeit Handlungsbedarf besteht. Die Auswertung der gewonnen Daten zeigte zudem, dass es kaum einen signifikanten Unterschied im subjektiven Inklusions-/Exklusionsempfinden bei den befragten Personen aufgrund ihrer Wohn- und Betreuungsform gibt.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis is concerned with individuals who have been charged with forensic commitment in Austria due to and illegal action and a psychological infirmity. Formerly accommodated individuals who are released from forensic commitment by a judicial decision, are required to consult a forensic aftercare institution. One of such aftercare institutions is “pro mente plus OÖ”, which offers a number of different treatment services. The individuals concerned can either opt for sheltered housing or for a form of mobile care or outreach assistance.

In the literature, the topic of a complete exclusion while being charged with forensic commitment is recurringly discussed. Since indicators suggest that exclusion is still prevalent after having been discharged, this thesis seeks to address the following questions:

How included or excluded do individuals feel with regard to areas of integration after having been accommodated in a forensic institution?

Is there a relationship between different forms of accommodation (sheltered housing, mobile or visiting care) and the level of inclusion?

In order to answer these questions, a quantitative survey focusing on the different forms of accommodation offered by pro mente plus OÖ was conducted. In total, 76 individuals participated and were asked about their subjective perception with regard to inclusion and exclusion in different areas of life. The questionnaire used for this survey is modelled on Pantuček-Eisenbacher and Grigoris Inclusion Chart (IC4) as an instrument of social diagnostic.

The main output of the survey shows that the majority of participants felt to be included in the functional systems of legal status, social security, monetary transactions, mobility, medical care, media and addressability. With regard to the functional systems of labour market as well as education system, the majority of participants felt virtually excluded; thus, reflecting a call for immediate action for clinical social work. Remarkably, the results of the retrieved data do not show a significant difference between the subjective perception regarding inclusion and exclusion and the form of accommodation or aftercare.

Statistik
Das PDF-Dokument wurde 7 mal heruntergeladen.