Titelaufnahme

Titel
Managerinnen und Manager im Umgang mit Komplexität / vorgelegt von: André Martin Poimer
Weitere Titel
Managers dealing with complexity
AutorInnenPoimer, André Martin
GutachterStrunk, Guido ; Preßl, Beatrice
Erschienen2018
Umfang168 Seiten
HochschulschriftWien, FH Campus Wien, Masterarb., 2018
Datum der AbgabeSeptember 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Management / Komplexität / einfach / kompliziert / komplex / zufällig
Schlagwörter (EN)management / complexity / simple / complicated / complex / random
Schlagwörter (GND)Management / Komplexität / Entscheidungsfindung
URNurn:nbn:at:at-fhcw:1-4300 Persistent Identifier (URN)
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Managerinnen und Manager im Umgang mit Komplexität [2.08 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Kontext und Problemstellung

Managerinnen und Manager sind mehr denn je mit der Komplexität von Entscheidungen beschäftigt (Schoeneberg, 2014, S. 2). Die Folgen, welche durch die getroffenen Entscheidungen entstehen, können bedingt durch die Komple-xität nicht abgeschätzt und vorhergesagt werden. Die strategischen Aufgaben des Managements, welche lang erprobt sind und bisher angewandt wurden, wirken nicht mehr wie erhofft und müssen neu überdacht werden (Schoeneberg, 2014, S. 2). Rose (2016) hat eine Arbeit zu Management und Komplexität verfasst, in welcher ein Fragenkatalog erarbeitet wurde, welcher die Einstellung von Managerinnen und Managern zu Komplexität misst. Die Arbeit von Rose (2016) basiert auf einer quantitativen Erhebung und Rose (2016) verweist daher auch im Ausblick seiner Arbeit, dass eine qualitative Erhebung sinnvoll wäre. Es gibt auch keine Erhebung hinsichtlich des Empfindens komplexer Problemstellungen. Die vorliegende Masterthesis befasst sich daher mit folgender Fragestellung:

„Wie reagieren Managerinnen und Manager auf für sie komplexe Aufgabenstellungen und wie lösen sie diese?“

Ziele der Arbeit

Eruieren, wie Managerinnen und Manager mit Komplexität umgehen.

Von großem Interesse für die vorliegende Masterthesis ist die Frage, wie Managerinnen und Manager mit Komplexität umgehen. Durch die qualitative Erhebung soll ein Blick hinter die Entscheidungsfindungen ermöglicht werden.

Eruieren, ob die empfundenen Problemstellungen der Managerinnen und Manager komplex sein können, gemäß der Definition der vorliegenden Arbeit.

Eruieren, ob Managerinnen und Manager Ansätze der Komplexitätswissenschaften, wie bei Rose (2016) beschrieben, nutzen.

Theorie

Als theoretischer Hintergrund werden in der vorliegenden Masterthesis die Begriffe „Management“ und „Komplexität“ tiefgehend erläutert. Die Thematik Management wird angefangen bei Taylor (1913) und Ford (1923), über Drucker (1954) und Malik (2014) hinzu zu einer neueren Variante von „Management by Objectives“ (Drucker, 1954), „Führen mit Zielen“ (Schwaab, Bergmann, Gairing & Kolb, 2010) genannt, dargelegt. Die Thematik Komplexität wird mit einer Abgrenzung zwischen den Begriffen „einfach“, „kompliziert“, „komplex“ und „zufällig“ eingeleitet. In weiterer Folge wird erläutert, welche notwendigen Gegebenheiten ein komplexes System erfüllen muss (Strunk & Schiepek, 2014) und was der Schmetterlingseffekt (Lorenz, 1963) mit Komplexität zu tun hat. Abschließend wird ein besonderes Augenmerk auf die Synergetik (Haken, 1990) gelegt, da diese in der Lage ist, sämtliche Verhaltensweisen eines Systems und auch den Zufall zu erklären. Als weiterer Punkt in der theoretischen Aufarbeitung wird auf die Arbeit von Rose (2016), insbeson-dere auf den Fragebogen, eingegangen.

Wissenschaftliche Methoden

Um an die gewünschten Daten zu gelangen wird in der vorliegenden Masterthesis auf Interviews mit Expertinnen und Experten zurückgegriffen. Insgesamt wurden acht Interviews geführt. Als Grundlage dafür dient ein Interviewleitfaden. Der Interviewleitfaden basiert einerseits auf Dimensionen, welche sich aus den Skalen von Rose (2016) ableiten und andererseits auf einer weiteren Dimension, welche auf die Einordnung von Komplexität ausgelegt ist. Zur Auswertung der Daten findet die qualitative Inhaltsanalyse nach Gläser und Laudel (2010) Anwendung.

Ergebnisse

Die Ergebnisse der vorliegenden Arbeit können die Forschungsfrage und auch die Ziele, welche dieser Arbeit zu Grunde liegen, beantworten. Die Forschungsfrage kann beantwortet werden, als dass die Herangehensweise an komplexe Problemstellungen seitens der Managerinnen und Manager variiert. Der Anfang gestaltet sich jedoch immer so, dass als Erstes analysiert wird, um ein erstes Bild von dem Problem zu erhalten. Die weitere Vorgehensweise gestaltet sich flexibel. Je nach Problemstellung wird entschieden, wie im Weiteren auf das Problem reagiert wird und welcher Lösung es zugeführt wird. Das Ziel, wie Managerinnen und Manager mit Komplexität umgehen, lässt sich also damit beantworten, dass es situationsabhängig und der Umgang ganz individuell ist. Des Weiteren kann das Ziel, ob die geschilderten Problemstellungen komplex, gemäß der Definition, sein können, damit beantwortet werden, dass die erläuterten Problemstellungen das Potential haben, Komplexität hervorzurufen. Das letzte Ziel der Arbeit, ob die Managerinnen und Manager Ansätze der Komplexitätswissenschaften, nutzen, kann bejaht werden. Es ist ersichtlich geworden, dass die Managerinnen und Manager zu Freiheit und Autonomie statt Kontrolle tendieren, es als gegeben sehen, dass für jede Problemstellung eine individuelle Lösung gefunden werden muss und sich im Umgang mit komplexen Problemstellungen kurzfristige Planungen besser als langfristige Planungen eignen.

Zusammenfassung (Englisch)

Context of the Thesis

Managers are more concerned than ever with the complexity regarding their decision-making processes (Schoeneberg, 2014, p. 2). The consequences that result from their decisions can neither be estimated nor predicted due to the complexity. The strategic tasks of the management that were exposed to lengthy research and experimentations, no longer have the desired impact and thus need to be reconsidered. (Schoeneberg, 2014, p. 2).

Rose (2016) has written a dissertation dealing with management and complexity, in which a questionnaire has been developed. This questionnaire measures the attitude of managers towards complexity. The work of Rose (2016) is based on a quantitative survey. In the outlook of his work, Rose (2016) also presents a lack of a qualitative survey. Furthermore, as no survey exits in relation to the perception of complex problems, the present master's thesis deals with the following question:

“How do managers react to tasks that seem to be complex for them-selves and how do they solve them?”

Goals of the Thesis

Investigate how managers deal with complexity.

For the present master's thesis, the question of how managers handle complexity is of significant importance. The qualitative survey should al-low a view behind the decision-making process.

Determine whether the perceived problems of managers can be complex or not according to the definition of this masters thesis.

Examine if managers use approaches proposed by the science of complexity, as described by Rose (2016).

Theory

As a theoretical background, the terms "Management" and "Complexity" are explained in depth in this masters thesis. The topic of management is presented, starting with Taylor (1913) and Ford (1923), continuing with Drucker (1954) and Malik (2014), and concluding with a newer variant of "Management by Objectives" (Drucker, 1954), called "Guiding with goals" (Schwaab, Berg-mann, Gairing & Kolb, 2010). The subject of complexity is introduced by distinguishing between the terms "simple", "complicated", "complex" and "random". Subsequently, it will be explained which necessary conditions a complex system has to fulfill (Strunk & Schiepek, 2014) and what, in fact, the butterfly effect (Lorenz, 1963) has to do with complexity. Additionally, particular attention is drawn to synergetics (Haken, 1990), as it is able to explain all the behavior of a system as well as coincidences. Conclusively, another essential aspect which will be part of the theoretical reappraisal deals with the work of Rose (2016), in particular with the questionnaire.

Methodology

In order to obtain the desired data, this masters thesis focuses on interviews with experts. The basis for this is an interview guide. On the one hand, the interview guideline is based on scales developed by Rose (2016) whereas on the other hand, another scale designed to classify complexity is used as well. The qualitative content analysis by Gläser and Laudel (2010) is used to evaluate the data.

Results

The results of this thesis will be able to propose an answer to the research question as well as the goals underlying this work. The research question can be answered as the approach to complex issues by managers varies. However, research has shown that the beginning of such approaches is always designed to be analyzed first in order to get a primal idea of the problem. Further procedures tend to be rather flexible. Depending on the problem, a decision is made as to how the problem will be dealt with and which solution will be applied. The goal how managers handle complexity is reached by the fact that reaction is situation-dependent and the interaction is completely individual.

Furthermore, the goal of whether the described problems can be complex according to the definition, is reached by the fact that these problem statements have at least the potential to evoke complexity. The ultimate goal of the work, whether the managers use approaches of the complexity sciences can be affirmed. It has become clear that managers tend towards freedom and autonomy rather than control, that there is a need to find an individual solution for each problem and that short-term planning is better suited for dealing with complex problems than long-term planning.

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