Titelaufnahme

Titel
Familien zwischen Unterstützung und Eingriff durch die Kinder- und Jugendhilfe. / vorgelegt von: Rica Ehrhardt
Weitere Titel
Families between support and intervention by the child and youth welfare service.
AutorInnenEhrhardt, Rica
GutachterBarth-Richtarz, Judit ; Posteiner-Schuller, Irina
Erschienen2018
UmfangX, 144 Blatt
HochschulschriftWien, FH Campus Wien, Masterarb., 2018
Datum der AbgabeSeptember 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Arbeit im Zwangskontext / Arbeitsbündnis / Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe / Auftrag der Kinder- und Jugendhilfe / Betreuungsbeginn / Bundes-Kinder- und Jugendhilfegesetz / Doppeltes Mandat / Erleben der Familien / Erleben der SozialarbeiterInnen / Erziehungshilfen / Förderliche Umstände / Formen der Beziehungsgestaltung / Fremdunterbringung / Gefährdungsabklärung / Grundsätze der Kinder- und Jugendhilfe / Haltung der Familie / Haltung der SozialarbeiterInnen / Haltung der „Verantworteten Schuld“ / Hilfeplanung / Hinderliche Umstände / Kinder- und Jugendhilfe / Konzept der neuen Fachlichkeit / Macht und Zwang in der Sozialen Arbeit / Meldung einer Kindeswohlgefährdung / Niederösterreichisches Kinder- und Jugendhilfegesetz / Pädagogische Geister / Positive Übertagungsbeziehung / Psychoanalytik / Psychoanalytisch-Pädagogische Aufklärung / Psychoanalytisch-Pädagogische Erziehungsberatung / Spagat zwischen Hilfe und Kontrolle
Schlagwörter (EN)Work in a Forced Context / work alliance / Tasks of the child and youth welfare service / Mission of the child and youth welfare service / start of care / Federal Child and Youth Welfare Act / Double mandate / Experiencing the families / Experiencing the social workers / educational aids / Supportive circumstances / Forms of relationship formation / external accommodation / risk assessment / Principles of child and youth welfare / Attitude of the family / Attitude of social workers / attitude of the "responsible guilty party" / aid planning / Obstructive circumstances / child and youth welfare / Concept of the new professionalism / Power and coercion in social work / Notification of a risk to the welfare of the child / Lower Austrian Child and Youth Welfare Act / Pedagogical minds / Positive transmission relationship / psychoanalysis / Psychoanalytical-Pedagogical Enlightenment / Psychoanalytical-Pedagogical Educational Counselling / The balancing act between help and control
Schlagwörter (GND)Familienhilfe / Jugendhilfe / Kindeswohl
URNurn:nbn:at:at-fhcw:1-3820 Persistent Identifier (URN)
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Familien zwischen Unterstützung und Eingriff durch die Kinder- und Jugendhilfe. [1.35 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit dem Erleben von Familien während einer Betreuung durch die Kinder- und Jugendhilfe.

Speziell bei Familien, die noch nie von der Kinder- und Jugendhilfe betreut wurden, aber auch bei Familien die schon eine lange, generationenübergreifende Zusammenarbeit erlebt haben, ist oft große Skepsis gegenüber der Kinder- und Jugendhilfe vorhanden. Die Arbeit soll eine Antwort auf die Frage bringen, woher diese Skepsis kommt und wie es möglich ist, diese zu verringern.

Soziale Arbeit in der Kinder- und Jugendhilfe ist gesetzlich geregelt und kann daher auch Arbeit im Zwangskontext bedeuten. Für Klienten und Klientinnen der Kinder- und Jugendhilfe heißt dies, dass Unterstützung und Begleitung von den Fachkräften angeboten wird, aber auch, dass ein Eingriff in ihr Privatleben durch Sozialarbeiter/Sozialarbeiterinnen der Kinder- und Jugendhilfe stattfindet. Dieser Eingriff in das Leben der Familien kann sehr vielfältig sein und dementsprechend auch sehr unterschiedlich erlebt werden. Die vorliegende Arbeit thematisiert vor allem das Erleben der KlientInnen im Spannungsfeld dieses Eingriffes.

Es wird im Literaturteil der vorliegenden Arbeit erforscht, wie Eltern, die von der Kinder- und Jugendhilfe betreut werden, den Eingriff in ihr Leben durch Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen der Kinder- und Jugendhilfe im Falle der Meldung einer möglichen Kindeswohlgefährdung erleben. Dazu werden zu Beginn die gesetzlichen Rahmenbedingungen unter denen die Arbeit in der Kinder- und Jugendhilfe stattfindet, erläutert.

Das Forschungsinteresse richtet sich auch an das Erleben des Eingriffs, der durch die Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe stattfindet. Es wird daher eine Auseinandersetzung mit dem Thema Macht und Zwang in der Sozialen Arbeit stattfinden und sowohl aus Sicht der betreuten Familien als auch aus Sicht der Fachkräfte erläutert werden, inwiefern Macht und Zwang im Laufe der Zusammenarbeit spürbar sind. In einem zweiten Schritt werden Konzepte vorgestellt, die die Zusammenarbeit zwischen Familie und Fachkraft verbessern könnten und so zu einem tragfähigen Arbeitsbündnis führen können.

Im empirischen Teil der vorliegenden Arbeit werden Befragungen mit ehemaligen Klienten/Klientinnen der Kinder- und Jugendhilfe vorgestellt. Die Befragungen werden mittels psychoanalytischer Textinterpretation ausgewertet, was eine tiefergehende Auseinandersetzung mit dem Erleben der befragten Klienten/Klientinnen ermöglicht.

Abschließend wird geklärt, welche Formen der Beziehungsgestaltung zu Beginn des Arbeitsprozesses, von Eltern als förderlich für ein tragfähiges Arbeitsbündnis erlebet wurden um daraus neue, hilfreiche Arbeitsweisen für Fachkräfte ableiten zu können.

Zusammenfassung (Englisch)

This Master's thesis deals with the experience of families during child and youth welfare care.

Especially families that have never been under the care of the child and youth welfare service, but also families that have already experienced a long, intergenerational cooperation, are often very sceptical about the child and youth welfare service. This paper should provide an answer to the question where this scepticism comes from and how it can be reduced.

Social work in child and youth welfare is regulated by law and can therefore also mean work in a coercive context. For clients of child and youth welfare, this means that support and accompaniment is offered by the social workers, but also that social workers of child and youth welfare intervene in their private lives. This intervention in the lives of families can be very diverse and can therefore be experienced in very different ways. The present paper deals - above all - with the experience of clients in the field of tension of this intervention.

In the literature part of the present paper, research is presented about how parents who are cared for by the child and youth welfare service experience the intervention in their lives by employees of the child and youth welfare service in the event of a possible danger to the welfare of the child being reported. To this end, the legal framework under which the work in the child and youth welfare service takes place is explained at the beginning.

The research interest is directed at how affected individuals experience the intervention that is executed by the specialists of the child and youth welfare service. Therefore, there will be an examination of the topic of power and coercion in social work. Furthermore, the extent to which power and coercion can be felt in the course of the cooperation will be explained both from the viewpoint of the clients and from the viewpoint of the social workers. In a second step, concepts are presented which could improve the cooperation between families and social work professionals and which could lead to a sustainable working alliance.

In the empirical part of this paper, interviews with former clients of child and youth welfare are presented. The interviews are evaluated by means of psychoanalytical text interpretation, which enables a deeper examination of the experience of the interviewed clients.

Finally, it is clarified which forms of relationship formation at the beginning of the work process were experienced by clients as conducive to a sustainable work alliance in order to derive new, helpful working methods for social work professionals.

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