Titelaufnahme

Titel
Elternschaft ohne Kinder. Verlorene - Verwirkte - Versagte Elternschaft? : Erlebensperspektiven der Herkunftseltern gegenüber dem Vorgehen der Kinder- und Jugendhilfe im Prozess der Fremdunterbringung der Kinder bei Pflegeeltern / vorgelegt von: Anna Katharina Matschnigg
Weitere Titel
Parenthood without children. Perspectives of biological parents towards the procedure of the child and youth welfare service in the process of their children's external placement with foster parents
AutorInnenMatschnigg, Anna Katharina
GutachterBarth-Richtarz, Judit ; Lehner, Barbara
Erschienen2018
UmfangX, 155 Blatt
HochschulschriftWien, FH Campus Wien, Masterarb., 2018
Datum der AbgabeNovember 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Herkunftseltern / leibliche Eltern / Fremdunterbringung / Kinder- und Jugendhilfe / Soziale Arbeit / Pflegekinder / Pflegeeltern / Pflegeverhältnis
Schlagwörter (EN)biological parents / family of origin / foster children / foster parents / social work / child and youth welfare service / external placement
Schlagwörter (GND)Jugendhilfe / Pflegeeltern / Fremdunterbringung
URNurn:nbn:at:at-fhcw:1-3849 Persistent Identifier (URN)
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Elternschaft ohne Kinder. Verlorene - Verwirkte - Versagte Elternschaft? [1.3 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Masterarbeit geht der Frage nach wie Herkunftseltern - hier die leiblichen Eltern von Pflegekindern - die Fremdunterbringung ihres Kindes sowie die Zusammenarbeit mit der Kinder- und Jugendhilfe während diesem Prozess erleben. Ausgehend davon, dass die Herkunftsfamilie den am wenigsten erforschten und beschriebenen Aspekt im Pflegekinderwesen darstellt, sollen Ergebnisse dieser Arbeit die Lücke in der Forschung in manchen Teilen schließen. Ein weiteres Ziel der Forschung kann mit dem Vorhaben Erkenntnisse für die Praxis der Sozialen Arbeit zu gewinnen definiert werden. Anhand von Tiefeninterviews mit drei Herkunftselternteilen und der anschließenden tiefenhermeneutischen Analyse des Interviewmaterials, werden Ergebnisse für die zuvor dargestellten Forschungsfragen gezogen. Die Besonderheit dieser qualitativen Auswertungsmethode liegt darin, dass neben dem konkret Gesagten der InterviewpartnerInnen auch latente Sinngehalte analysiert und interpretiert werden. Die Ergebnisse zeigen teils ähnliche Erlebensweisen der befragten Herkunftseltern, wobei unter andrem Aspekte wie die Fremdunterbringung als eine Wiederholung der familiären Geschichte, die Aufgabe der Entwicklung einer neuen Rolle als Elternteil oder die Präsenz des Kontaktrechtes eruiert werden konnten. In der Zusammenarbeit mit der Kinder- und Jugendhilfe sowie im Erleben des professionellen Handelns der MitarbeiterInnen der Kinder- und Jugendhilfe zeigen sich unterschiedliche Erfahrungen, doch sind Ängste und Widersprüche, fehlendes Vertrauen und die Frage nach Zuständigkeit und Parteilichkeit, unter anderem wichtige Erkenntnisse. Für die Praxis der Sozialen Arbeit ergeben sich daraus Schlussfolgerungen in Richtung einer Notwendigkeit von regelmäßiger Zusammenarbeit zwischen der Herkunftsfamilie und den SozialarbeiterInnen, einer nochmalig intensiveren Auseinandersetzung mit dem Kontaktrecht in der Arbeit mit Herkunfts- und Pflegefamilie sowie einer Arbeitsweise welche Parteilichkeit für die Herkunftsfamilien zulässt oder Ihnen die Möglichkeit gibt, durch externe Angebote Parteilichkeit zu erfahren. Weiters gilt es für die Soziale Arbeit in der Kinder- und Jugendhilfe den Herkunftsfamilien Möglichkeiten zu geben die Fremdunterbringung ihres Kindes, aber auch -wenn vorhanden - ihre eigene Fremdunterbringungsgeschichte zu bearbeiten. Darüber hinaus gilt es Möglichkeiten für die Herkunftseltern zu schaffen, in ihre neue Rolle als Elternteil eines Pflegekindes zu finden und dabei Momente zu erleben, in denen sie für ihr Kind trotzdem nicht unentbehrlich scheinen. Die interne fachliche Auseinandersetzung der SozialarbeiterInnen mit Themen betreffend Fremdunterbringungen und Pflegeverhältnissen wie Zwang und Unsicherheiten, kann als wichtige Erkenntnis dieser Arbeit gesehen werden.

Zusammenfassung (Englisch)

This master thesis examines the question of how the biological parents of foster children, experience the placement of their child in another home and the cooperation with child and youth welfare services during this process. Assuming that the family of origin is the least researched and described aspect of foster care, the results of this work are intended to close this gap in research. For a better understanding of this research, a theoretical overview on the legal foundations of this topic, as well as on the findings of existing studies is given at the beginning of this thesis. The research questions investigate experiences of biological parents in the process of external accommodation of their child. Moreover, this research focuses on procedures and actions of child care specialists as well as their effects on biological parents during the process of placement. A further goal of the research Is gaining more knowledge fort the practice of social work. On the basis of in-depth interviews with biological parents and the subsequent hermeneutic analysis of the interview material, results were drawn for the research questions presented above. The special feature of this qualitative evaluation method is that, in addition to what the interviewees have actually said, latent meanings are also analysed and interpreted. The results show similar experiences of the interviewed parents. Aspects such as placement as a repetition of the family history, the task of developing a new role as a parent and the right of contact were investigated.

The cooperation with the child and youth welfare service as well as the supervision of professional employees show different experiences among participating families. Fears and contradictions, lack of trust and question of competence are, among others, important realizations. For the practice of social work these results show a necessity of consistent cooperation between biological parents and social workers. Moreover, an intense examination of the right of contact for the family of origin, as well as a method which permits biological parents to experience partiality is necessary. In addition, social work in child and youth welfare must give families of origin the opportunity to work on their child's placement, but also, if available, on their own history of external placement. In addition, it is important for social workers to create opportunities for parents of origin to find their new role as parents of a foster child and to experience moments in which they nevertheless do not seem indispensable for their child. The internal professional discussion of social workers with topics concerning external placement and care conditions such as coercion and insecurity can also be seen as an important insight of this work.

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