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Title
Kein Alkohol ist auch keine Lösung. Zieloffene Suchtarbeit in Dauerwohneinrichtungen der Wiener Wohnungslosenhilfe. / vorgelegt von: Melanie Fuchs
Additional Titles
No alcohol is no solution either. Open-targeted addiction work in long-term living institutions of the Viennese Assistance Programme for homeless people.
AuthorFuchs, Melanie
Thesis advisorHaberhauer, Judith
Published2018
Descriptionvi, 104 Blatt
Institutional NoteWien, FH Campus Wien, Masterarb., 2018
Date of SubmissionNovember 2018
LanguageGerman
Document typeMaster Thesis
Keywords (DE)Alkoholabhängigkeit / Klinische Sozialarbeit / Sucht / Wiener Wohnungslosenhilfe / Zieloffene Suchtarbeit
Keywords (EN)addiction / alcohol addiction / clinical social work / open-targeted addiction work / Viennese Assistance Programme for homeless people
Keywords (GND)Obdachlosenhilfe / Alkoholismus / Suchtkrankenhilfe
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Abstract (German)

Die vorliegende Forschungsarbeit hat sich zum Ziel gesetzt, sich mit dem Konzept der Zieloffenen Suchtarbeit nach Joachim Körkel und dessen Relevanz für Dauerwohneinrichtungen der Wiener Wohnungslosenhilfe auseinander zu setzen. Das Zentrum dieses Werkes bildet die Fragestellung, inwiefern Zieloffene Suchtberatung bestehende Angebote in der Suchtberatung von BewohnerInnen von Dauerwohneinrichtungen der Wiener Wohnungslosenhilfe ergänzen bzw. erweitern kann. Zudem beschäftigt sich diese Arbeit mit der Frage nach den notwendigen Ressourcen, die zur Implementierung des Konzepts der Zieloffenen Suchtarbeit in bestehende Einrichtungskonzepte, notwendig sind.

Zur Beantwortung der Forschungsfragen wurde ein dreiteiliges, qualitatives Forschungsdesign gewählt. Im ersten Schritt erfolgte eine Durchführung problemzentrierter Leitfadeninterviews mit SozialarbeiterInnen und einem Klienten des Hauses an der Franziskanerstraße des Katholischen Männerfürsorgevereins München e.V., das in der vorliegenden Arbeit als Best Practice Modell vorgestellt wird. Im Anschluss fand eine Konzept- bzw. Materialauswertung von sechs Dauerwohneinrichtungen der Wiener Wohnungslosenhilfe hinsichtlich ihres Umgangs mit Alkholkonsum in der Einrichtung statt. Abschließend wurde eine Gruppendiskussion ausgewählter SozialarbeiterInnen der Dauerwohneinrichtungen der Wohnungslosenhilfe zur Thematik der Zieloffenen Suchtarbeit durchgeführt.

Als eines der Ergebnisse lässt sich festhalten, dass das Konzept der Zieloffenen Suchtarbeit nach Joachim Körkel, aufgrund seiner Breite an Behandlungsoptionen, vielfältige Möglichkeiten zur Ergänzung bestehender Suchtberatungsangebote liefert. So bietet sie zum einen die Möglichkeit, über Veränderungsmotive sowie alternative Handlungsweisen und Bewältigungsstrategien zum Alkoholkonsum ins Gespräch zu kommen und stellt in diesem Sinne eine Chance zur Erweiterung des Methodenrepertoires dar. Zum anderen trägt Zieloffene Suchtarbeit, aufgrund der Niederschwelligkeit der Hilfs- und Unterstützungsmaßnahmen, zur Erhöhung der Behandlungsquote von alkoholabhängigen Menschen bei. Damit wird der Aufgabe der Sozialen Arbeit nachgekommen, sich für die Chancengerechtigkeit in den Feldern von Gesundheit und Krankheit einzusetzen.

Aufgrund der Anforderungen der Zieloffenen Suchtarbeit an die in der Wohnungslosen- und Suchthilfe tätigen SozialarbeiterInnen, zeigt sie Anknüpfungspunkte für eine Klinische Soziale Arbeit, die wegen ihrer fachlichen und methodischen Kompetenzen in der Lage ist, den Herausforderungen dieses Tätigkeitsfeldes professionell zu begegnen.

Die vorliegende Masterarbeit richtet sich an SozialarbeiterInnen der Wohnungslosen- und Suchthilfe, die sich mit der Relevanz aktueller Suchtberatungskonzepte im Kontext ihres Arbeitsfeldes beschäftigen möchten.

Abstract (English)

This thesis deals with the concept of open-targeted addiction work according to Joachim Körkel and its relevance for long-term living institutions of the Viennese Assistance Programme for homeless people. At the studys centre is the question, in what way open- targeted addiction work complements or widens offers already available in addiction counselling for people in long-term living institutions of the Viennese Assistance Programme for homeless people. Furthermore, the study investigates what resources are necessary to implement the concept of open-targeted addiction work into existing institutional concepts.

In order to respond to those questions, a tripartite qualitative research design has been chosen. In a first step problem-focused guided interviews were conducted with social workers and a client of the institution Franziskanerstraße which belongs to the Katholischer Männerfürsorgeverein Munich e.V. and is regarded as best practice model in this study. After this, a material and conceptual evaluation of six long-term living institutions of the Viennese Assistance Programme for homeless people was done with a special focus on the handling of alcohol consumption in the institution. Finally, there was a group discussion with selected social workers from the long-term living institutions about open-targeted addiction work.

One of this studys results is that the concept of open-targeted addiction work according to Joachim Körkel bears multiple possibilities to complement existing addiction counselling offers due to the width of treatment options. On the one hand, it offers the possibility to start a dialogue about motives for change and alternative conduct and coping strategies, thus being an opportunity to enlarge the methodical repertoire. On the other hand, open- targeted addiction work contributes to increasing the treatment rate of alcohol addicted people because of the help and support measures low threshold. Thus, the task of social work to ensure equality of opportunities in the fields of health and illness is fulfilled.

Due to the open-targeted addiction works demands towards social workers active in homelessness and addiction counselling, Körkels concept provides links to clinical social work which because of its technical and methodical competence is able to professionally meet the challenges of its field.

This work is addressed to social workers in homelessness and addiction counselling who want to follow up with the relevance of contemporary addiction counselling concepts in the context of their professional field.