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Title
Soziale Arbeit im Kindergarten : Eine Analyse von Modellen in Österreich und Deutschland, welche Soziale Arbeit im Kindergarten implementieren / vorgelegt von: Caroline Lamprecht
Additional Titles
Social Work at kindergarten An analysis of models in Austria and Germany, which implement social work in kindergarten
AuthorLamprecht, Caroline
Thesis advisorBarth-Richtarz, Judit ; Lehner, Barbara
Published2018
Descriptionix, 133 Blatt
Institutional NoteWien, FH Campus Wien, Masterarb., 2018
Date of SubmissionDecember 2018
LanguageGerman
Document typeMaster Thesis
Keywords (DE)Soziale Arbeit / Kindergarten / Kinder- und Jugendhilfe / Vernetzung / Prävention / Niederschwellig
Keywords (EN)Social Work / kindergarten / youth welfare services / interconnection / prevention / low-threshold
Keywords (GND)Kindergarten / Sozialarbeit
URNurn:nbn:at:at-fhcw:1-5003 Persistent Identifier (URN)
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Soziale Arbeit im Kindergarten [1.14 mb]
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Abstract (German)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit fünf Modellen der Sozialen Arbeit, welche in den letzten Jahren in Kindergärten implementiert werden/wurden. Diese Modelle sollen zu einer Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Kindergärten und der Kinder- und Jugendhilfe dienen. Das Hauptziel dieser verstärkten Zusammenarbeit ist, eine Präventionsmaßnahme zum Schutz der Entwicklung der Kinder frühzeitig und niederschwellig anzubieten.

Vorab befasst sich die Arbeit im Theorieteil mit Vorüberlegungen zur Sinnhaftigkeit der Sozialen Arbeit im Kindergarten. Zu Beginn wird der Prozess, der zur Individualisierung von familiären Systemen beigetragen hat, dargestellt. Aufgrund der zunehmenden Individualisierung von Familienstrukturen erhält der Staat immerzu mehr an Wichtigkeit den Fokus auf den Schutz der Entwicklung von Kindern in der frühen Kindheit zu legen. Der Kindergarten bietet sich daher als ein geeigneter Ort an, an dem soziale und familiäre Probleme frühzeitig außerhalb der Familie und in allen sozialen Schichten erkannt werden könnten. Welche Probleme in Familien auftreten und die Entwicklung des Kindes beeinflussen können, werden in einem weiteren Abschnitt beschrieben.

Mit solch einem Modell wäre es dem Staat möglich bei Notwendigkeit frühzeitig, präventiv und niederschwellig in Form von Sozialer Arbeit im Kindergarten Familien zu helfen. Wie solch eine Zusammenarbeit zwischen Kindergärten und der Kinder- und Jugendhilfe aussehen könnte, wird im zweiten Teil der Arbeit an Hand der bereits erwähnten Modelle der Sozialen Arbeit vorgestellt. Diese werden anschließend anhand einer qualitativen Inhaltsanalyse miteinander verglichen.

Die zentralen Ergebnisse der qualitativen Inhaltsanalyse ergaben, dass die Soziale Arbeit im Kindergarten präventiv und frühzeitig drohenden Kindeswohlgefährdungen entgegenwirken kann. Dies wird durch den niederschwelligen Zugang für Familien zum Unterstützungsangebot der Sozialen Arbeit ermöglicht. Die enge Zusammenarbeit von Sozialarbeitern*innen mit dem pädagogischen Fachpersonal bietet somit der Sozialen Arbeit einen früheren Zugang zu belasteten Familien. Ebenso erhalten Kindergartenpädagogen*innen aufgrund der Implementierung der Sozialen Arbeit im Kindergarten eine Entlastung in ihrer pädagogischen Arbeit.

Die Träger der Modelle konnten bereits eine Akzeptanz bei den Pädagogen*innen und Eltern feststellen. Aus den Rückmeldungen an den/die Sozialarbeiter*innen von den Kindergartenpädagogen*innen, den Eltern und anderen Kooperationspartnern konnte entnommen werden, dass sie das Modell der Sozialen Arbeit im Kindergarten als sehr hilfreich und entlastend empfinden.

Abstract (English)

This thesis deals with five models of social work, which have been implemented in kindergartens in recent years. These models are intended to improve cooperation between kindergartens and youth welfare services. The main objective of this enhanced cooperation is to offer a preventive measure to protect children's development at an early stage and at a low level.

Initially, the theoretical part of this paper deals with preliminary considerations about the meaningfulness of social work in kindergarten. At the beginning, the process that contributed to the individualization of family systems is presented. Due to the increasing individualization of family structures, it is increasingly more important for the state to focus on protecting the development of children in early childhood. The kindergarten is therefore an appropriate place to recognize social and family issues outside the family. The problems that can occur in families and their influence on the child's development are described in another section.

Thus, it would be possible for the state to help families in need with early, preventive social work in kindergarten on a low-threshold level. Possible ways of such cooperation between kindergartens and child and youth welfare services are described in the second part of the work. The models described before are then compared with each other by means of a qualitative content analysis in order to draw conclusions for further implementations of social work in kindergartens.

The main results of the qualitative content analysis showed that social work in kindergarten can preventively counteract impending child well-being threats at an early stage. This is made possible by the low-threshold access for families to the social work support offer. The close cooperation between social workers and educational staff thus offers social work earlier access to families in distress. Likewise, kindergarten teachers gain relief in their educational work due to the implementation of social work in the kindergarten.

The models implemented in kindergartens have already found acceptance among educators and parents. From the feedback the social workers received from the kindergarten teachers, the parents and other cooperating partners it could be seen that they find the model of social work in kindergarten to be very helpful and relieving.

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