Titelaufnahme

Titel
Inklusion - : Ein herausforderndes Arbeitsfeld für ElementarpädagogInnen?
Weitere Titel
Inclusion - A challenging area for educational professionals?
AutorInnenRuzek, Judith
GutachterHover-Reisner, Nina
Erschienen2019
Datum der AbgabeFebruar 2019
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Inklusion / Elementarpädagogik / Beeinträchtigung / Prinzip der Normalisierung / Belastung / Ausbildung
Schlagwörter (EN)Inclusion / Elementary Education / Impairment / Principle of Normalization / Strain / Training
Zugriffsbeschränkung
 _
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den Herausforderungen und Belastungen von elementarpädagogischen Fachkräften mit beeinträchtigten Kindern, deren Aufgabenbereiche mitunter an eigene Grenzen führen.

Für ein differenziertes Verständnis zum Forschungsstand sind Definitionsansätze zum Begriff der Behinderung, der Integration und Inklusion sowie Begriffserklärungen zur „Herausforderung und Belastung“ notwendig. Der Forschungsstand orientiert sich nach dem Normalisierungsprinzip, der inklusionspädagogischen Arbeit von Fachkräften und deren Arbeitsfeld. Dieser wird entlang der Themen des inklusionspädagogischen Grundgedankens, Rahmenbedingungen für eine inklusive Bildung sowie Anforderungen an pädagogische Fachkräfte dargestellt. Mit den pädagogischen Vorgaben zur Inklusion im „Bundesländerübergreifenden BildungsRahmenPlan“ (2009), den gesetzlichen Rahmenbedingungen und der elementaren Ausbildung werden Bezüge zu den momentanen gesetzlichen Regelungen hergestellt.

Die wissenschaftliche Untersuchung richtet sich nach der zentralen Frage, welche Herausforderungen und Belastungen sich für elementarpädagogische Fachkräfte mit beeinträchtigten Kindern in Inklusionsgruppen ergeben. Dazu wurde mit sechs pädagogischen Fachkräften eine Gruppendiskussion durchgeführt, deren Gruppenbeiträge im Anschluss nach der Methode der tiefenhermeneutischen Textinterpretation analysiert wurden.

Die Ergebnisse zeigen, dass sich zwar Herausforderungen in der Arbeit mit beeinträchtigten Kindern ergeben, aber eigene fehlende Fach- und Wissenskompetenzen zur Belastung in diesem Arbeitsfeld werden. Wird dies von den Fachkräften erkannt und Unterstützungssysteme aktiviert, dann können Herausforderungen überwunden werden. Bleiben diese aus, droht eine Belastung.

Mit den Erkenntnissen ergeben sich pädagogische Konsequenzen, die vor allem pädagogische Fachkräfte in ihrer Arbeit mit beeinträchtigten Kindern stärken sollen. Die Notwendigkeit einer reflektierten und kompetenten Fachkraft in der Arbeit mit beeinträchtigten Kindern verlangt demnach regelmäßige Supervision, adäquate Rahmenbedingungen

und eine einheitliche sekundäre und tertiäre Ausbildung.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis deals with the challenges and strains faced by elementary educators with impaired children, whose task areas sometimes lead to their own limits.

For a differentiated understanding of the state of research, definition approaches to the concept of disability, integration and inclusion as well as definitions of "challenge and strain" are necessary. The state of research is based on the principle of normalisation, the inclusion pedagogical work of skilled workers and their field of work. This will be presented along the themes of the inclusion pedagogical basic idea, the framework conditions for inclusive education and the requirements for pedagogical specialists. With the pedagogical guidelines for inclusion in the “Bundesländerübergreifenden BildungsRahmenPlan" (2009), the legal framework and the elementary training, references are made to the current of legal regulations.

The scientific investigation is based on the central question of which challenges and strains arise for elementary pedagogical specialists with impaired children in inclusion groups. For this purpose, a group discussion was held with six pedagogical experts, whose group contributions were then analysed according to the method of deep hermeneutic text interpretation.

The results show that although there are challenges in working with impaired children, their own lack of specialist and knowledge competencies will become a strain in this field of work. When recognized by professionals and support systems are activated, challenges can be described. If these fail to materialize, it may be a strain.

With the findings, there are pedagogical consequences, which should strengthen especially pedagogical specialists in their work with impaired children. The need for a reflective and competent specialist in working with impaired children requires regular supervision, adequate framework conditions and a unified secondary and tertiary education.