Titelaufnahme

Titel
Gegenüberstellung der aktuellen Anforderungen an Bildungsbauten in Wien im Vergleich zu den letzten 50-70 Jahren / vorgelegt von: Deni Penic
Weitere Titel
Comparison of the current requirements for educational buildings in Vienna compared to the last 50-70 years
AutorInnenPendic, Deni
GutachterGräber, Manfred
Erschienen2018
Umfangx, 85 Blatt
HochschulschriftWien, FH Campus Wien, Masterarb., 2018
Datum der AbgabeJuli 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Anforderungen / Aufstockung / Bevölkerungsentwicklung / Bezirk / Bildungsbauten / Demografische Entwicklung / Ende der Monarchie / Errichtung von Schulen / Erster Weltkrieg / Erweiterung / Generalsanierung / Glaubensorden / Hauptschule / Klassengröße / Nationalsozialismus / Nachkriegszeit / Neubau / Neue Mittelschule / Normalschule / Österreichische Schulgeschichte / Sanierung / Schulausbau / Schulbauanalyse / Schulformen / Schulnetz / Schulordnung / Schulpflicht / Schulreform / Soziale Entwicklung / Stadtentwicklung
Schlagwörter (EN)demands / increase / population development / district / educational buildings / demographic development / end of monarchy / establishment of schools / First World War / extension / general renovation / holy order / general school / class size / National Socialism / post-war period / new construction / New Middle School / regular school / austrian school history / renovation / school expansion / school building analysis / types of school / school network / school regulations / school obligation / school reform / social development / urban development
Schlagwörter (GND)Schulbau / Sanierung
URNurn:nbn:at:at-fhcw:1-5651 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Gegenüberstellung der aktuellen Anforderungen an Bildungsbauten in Wien im Vergleich zu den letzten 50-70 Jahren [4.08 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die Hauptaufgabe dieser Arbeit ist eine Gegenüberstellung von den damals und heute

gebauten Schulen durchzuführen. Um Ergebnisse zu erzielen werden für die Analyse drei

bis vier Schulobjekte aus dem 19., 20. und 21. Jahrhundert hergenommen, zusammen

untersucht und bewertet. Die Untersuchung erfolgt in den Bereichen Raum- und

Funktionsprogramm, Außenhülle, Baumaterialien und Planungsanforderungen. Zudem

werden Synergien von damals und heute hervorgehoben und beurteilt. Im Hinblick auf

die damaligen Anforderungen zum Schulbau, ist ein Rückblick in die Vergangenheit

erforderlich. Hierbei wird vom 18. bis zum 21. Jahrhundert auf die Themenbereiche

Schuleinführung, Schulentwicklung, gesetzliche Vorgaben, soziale, wirtschaftliche und

demografische Entwicklung Österreichs näher eingegangen.

Die Vergangenheit zeigt, dass die Anforderungen an Bildungsbauten größtenteils mit der

Zeit entstanden sind. Im 18. Jahrhundert hat es keinerlei Planungs- und Baurichtlinien für

den Schulbau gegeben. Erst im 19. Jahrhundert wird mit der Einführung der Bauordnung

ein Grundstein gelegt. Auf bildungspolitischer Ebene entstehen zwischendurch einige

Schulreformen, die hin und wieder formale Anpassungen mit sich bringen. Erst mit Ende

der Nachkriegszeit entsteht in Kooperation mit der Stadt Wien eine „Richtlinie für die

Planung von Schulbauten“.

Die Ergebnisse der Analyse zeigen, dass man durch damalige Bildungsbauten die Macht

eines Landes demonstrieren wollte. Vor allem durch die immer wiederkehrende strenge,

symmetrische und prunkvolle Fassadengestaltung kommt die autoritäre Funktion der

Bildungseinrichtung klar zum Vorschein. Denn Disziplin, Zucht und Ordnung standen am

Tagesprogramm. Jede Schule aus der ehemaligen Zeit ist durch ein paar Stufen baulich

von der Geländeoberkante abgehoben und besitzt nur ein Treppenhaus. Es entstehen

umfassende Brandschutzmaßnahmen, da meist nur ein Fluchtweg vorhanden ist. Für

mobilitätseingeschränkte Personen liefern die früheren Schulen keine Lösungsansätze.

Im Raum- und Funktionsprogramm macht sich der Typ „Gangschule“ stark bemerkbar.

Für die Kinder stehen im Inneren der Schulen keine Bewegungsflächen zur Verfügung.

Mit dem Ende des zweiten Weltkrieges entstehen während der Nachkriegszeit zahlreiche neue Schulbauten, die von außen keinerlei Anzeichen auf eine Machtstellung haben.Interessanterweise ist festzustellen, dass die Klassengrößen durch die Jahrhunderte zum großen Teil gleichgeblieben sind. Jedoch wirken die Schulen durch die einfache Architektur und den schlichten Baustil monoton und langweilig. Die gleichmäßigen und langen Gänge sind weiterhin vorhanden und verursachen Eintönigkeit. Das äußere Erscheinungsbild der Schulbauwerke ähnelt einer Lernfabrik.

Die Lösung für die bisher festgehaltenen Probleme kam erst im 21. Jahrhundert. Durch

eine flexible Gestaltung der Räume und eine multifunktionale Architektur hat man es

geschafft, den Gangschultyp zu verdrängen und mehr Freifläche zu integrieren. Die

brandschutztechnischen Anforderungen haben sich im Vergleich zu Früher erhöht und

die Barrierefreiheit ist keine Herausforderung mehr. Die Zeiten der hierarchisch

strukturierten Schulen sind vorbei.

Für einen guten Lernerfolg benötigen die Schüler angenehme, bequeme und ästhetisch

ansprechende Bildungsräume und Bewegungsflächen. Hiermit müssen pädagogische

Ziele und Vorgaben an vorderster Stelle stehen.

Zusammenfassung (Englisch)

The main task of this master thesis is to present a comparison of the schools built then

and now. In order to achieve results, three to four school objects from the 19th, 20th and

21st century are analysed and evaluated. The study is carried out in domain of room and

function program, outer shell, building materials and planning requirements. In addition,

synergy of the past and today is assessed. Reflecting to the requirements of the school

building at that time, the period between the 18th and the 21st century will be studied

and, topics such as school introduction, school development, legal requirements, social,

economic and demographic development in Austria will be discussed in more detail.

The past shows that the requirements for educational buildings have largely evolved over

time. In the 18th century, there were no planning and building guidelines for the school

construction. At the beginning of the 19th century, a foundation stone was laid with the

introduction of the building regulation. Meanwhile on educational policy level some school

reforms are taking place, which occasionally bring some formal adjustments. First at the

end of the post-war period, in cooperation with the City of Vienna, is a "guideline for the

planning of school buildings" created.

The results of the analysis show the emphasis of the countrys power through the former

educational buildings. Especially due to the recurrent strict, symmetrical and magnificent

facade design, the authoritarian function of the educational institution clearly comes to the

fore. Discipline, breeding and order were part of the daily program. Each school from that

time is structurally separated from the ground floor by a few steps and has only one

staircase. The usually only one existing escape route creates comprehensive fire

protection measures. For people with reduced mobility, the schools at that time do not

provide any solutions. In the room and function program, the type "gait school" makes a

strong impression. For the children there are no movement areas inside the schools. With

the end of the Second World War, numerous new school buildings were built, which do

not show any signs of a position of power from the outside. The class sizes have most

remained the same over the centuries. However, the schools seem monotonous and

boring due to the simple architecture and style. The straight and long corridors are still

present and cause monotony. The external appearance of the school buildings resembles

a learning factory.

The solution to the problems came in the beginning of the 21st century. Through a flexible

design of the rooms and a multifunctional architecture, the long type of corriodr was

displaced and more open space was integrated. The fire safety requirements have increased in comparison to the past and the accessibility is ensured. The times of the

hierarchically structured schools are over.

For a good learning success, pupils need pleasant, comfortable and aesthetically

appealing educational spaces and movement areas. Herewith pedagogical goals and

guidelines must be at the forefront.

Statistik
Das PDF-Dokument wurde 5 mal heruntergeladen.
Lizenz
CC-BY-Lizenz (4.0)Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz