Titelaufnahme

Titel
„Richten Sie Ihrer Frau bitte aus…!“ : Die Haltungen und Erwartungen der PädagogInnen zur Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit Vätern.
Weitere Titel
“Please tell your wife…!” The attitudes and expectations from kindergarten teachers on the educational partnership with fathers.
AutorInnenHejda, Melanie
GutachterLehner, Barbara
Erschienen2019
Datum der AbgabeFebruar 2019
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Elementarpädagogik / Bildungs- und Erziehungspartnerschaft / Väter / Haltung / Erwartungen
Schlagwörter (EN)elementary pedagogy / educational partnership / fathers / attitudes / expectations
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Für eine gelingende kindliche Entwicklung in elementarpädagogischen Einrichtungen ist die Zusammenarbeit mit Eltern von großer Bedeutung. Während die Erziehungspartnerschaft mit Müttern eine lange Tradition hat, entwickelt sich die Bedeutsamkeit hinsichtlich einer Zusammenarbeit mit Vätern nur sehr zögerlich. Obwohl Väter nahezu gleich oft wie Mütter in der Kindergarteninstitution anzutreffen sind, werden vom Fachpersonal meistens die Mütter als Ansprechpersonen angesehen. Gegenstand dieser Bachelorarbeit ist die Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit Vätern.

Durch eine qualitativ angelegte empirische Untersuchung rückt folgende Frage in den Fokus: Welche impliziten und expliziten Haltungen und Erwartungen haben PädagogInnen hinsichtlich der Zusammenarbeit mit Vätern? Die für die Beantwortung der Forschungsfrage notwendigen Informationen werden durch eine Internet- und Literaturrecherche sowie durch vier Interviews mit Elementarpädagoginnen und Elementarpädagogen erhoben. Über die tiefenhermeneutische Interpretation (vgl. Schorn 2000) der Interviews werden sowohl implizite als auch explizite Orientierungen rekonstruiert und sichtbar gemacht.

Aus der Analyse lassen sich einige Kernaussagen ableiten. Vor allem zeigt sich, dass die Väterpräsenz in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat und die interviewten Fachkräfte durchaus eine Veränderung hinsichtlich der Zusammenarbeit mit Vätern bemerken können. Anzumerken ist, dass drei der vier interviewten Fachkräfte keine Unterschiede in der Zusammenarbeit mit Vätern oder Müttern ausmachen können. Die grundlegende Erwartung gegenüber den Vätern zielt auf eine gelingende partnerschaftliche Beziehung ab. Es ist erkennbar, dass drei der vier interviewten Pädagoginnen und Pädagogen eine sehr reflektierte und professionelle Haltung zur Zusammenarbeit mit Vätern aufweisen.

Zusammenfassung (Englisch)

For a successful child development in elementary education facilities, cooperation with parents is very important. While the partnership with mothers has a long tradition, the progress in working with fathers has been rather slow. Although fathers are almost as often as mothers in the kindergarten institution the specialized staff usually sees the mothers as the primary contact persons. This bachelor thesis deals with the educational partnership with fathers.

Through a qualitative empirical investigation, the following question comes to mind: Which implicit and explicit attitudes and expectations do kindergarten teachers have on cooperating with fathers? The necessary information is collected through internet and literature research as well as through four interviews with elementary educators. Through the deephermeneutic interpretation (vgl. Schorn 2000) of the interviews both implicit and explicit orientations are reconstructed and made visible.

From the analysis, some key statements can be derived. Above all, it can be seen that the number of fathers visiting the kindergarten has increased significantly in recent years, and that the interviewed professionals notice a change in the way they cooperate with fathers. It should be noted that three of the four interviewed professionals cannot find differences in working with fathers or mothers. The basic expectation towards the fathers aims for a successful partnership. It can be seen that the three of the four interviewees generally have a very reflective and professional attitude towards the educational relationship with fathers.