Titelaufnahme

Titel
Umnutzung alter Bausubstanz des Weinbaus mit Fokus auf dessen Wärme- und Feuchtehaushalt : Untersuchung am Beispiel eines Weinkellers in Niederösterreich / vorgelegt von: Vera Kiss
Weitere Titel
Conversion of old buildings in viticulture with a focus on its heat and moisture balance Investigation using the example of a wine cellar in Lower Austria
AutorInnenKiss, Vera
GutachterHolzer, Peter
Erschienen2018
Umfangviii, 93 Blatt
HochschulschriftWien, FH Campus Wien, Masterarb., 2018
Datum der AbgabeJuli 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Gebäudetechnik / Luftfeuchtigkeit / Umnutzung / Wärmehaushalt / Weinkeller
Schlagwörter (EN)building technology / humidity / conversion / heat balance / wine cellar
Schlagwörter (GND)Weinkeller / Wärmehaushalt
URNurn:nbn:at:at-fhcw:1-5405 Persistent Identifier (URN)
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Umnutzung alter Bausubstanz des Weinbaus mit Fokus auf dessen Wärme- und Feuchtehaushalt [5.65 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Umnutzung alter Bausubstanz des Weinbaus und seinen typischen bauphysikalischen Gegebenheiten des Wärme- und Feuchtemanagements. Ziel der Arbeit ist die Untersuchung des ursprünglichen Weinkellerklimas in Hinblick auf die Be- und Entlüftung, die Heizlast und den Feuchtehaushalt. Das ursprüngliche Kellerklima wird mit den drei definierten neuen Nutzungen, unterteilt in Kategorien, jeweils abhängig von Temperatur und relativer Luftfeuchtigkeit, kombiniert. Das ergibt bei der Berechnung mit beispielhaften Abmessungen jeweils Lüftungsbedarf, Heizlast und Entfeuchtungsbedarf. Anhand der gewonnenen Erkenntnisse werden, für die jeweilige Kategorie, Empfehlungen für den Einbau von technischer Gebäudeausstattung zum Erreichen der gewünschten Werte ausgesprochen werden.

Für Kategorie A, der Umnutzung mit den geringsten Veränderungen am ursprünglichen Mikroklima in der Kellerröhre, wird empfohlen: Um den Lüftungsbedarf zu decken, sind die vorhandenen Dampfröhren, sofern intakt, oder der Einbau von Ventilatoren, ausreichend. Die erforderliche Heizlast kann mit einer Fußbodenheizung gedeckt werden.

Für Kategorie B, mit mittlerer Veränderung, ist je nach Anforderungen ein dezentrales Lüftungsgerät oder eine zentrale Lüftungsanlage zu wählen. Ein permanenter Betrieb ist nicht notwendig. Die erforderliche Heizlast kann ebenfalls mit einer Fußbodenheizung erreicht werden.

Für Kategorie C, mit der Veränderung des ursprünglichen Kellerklimas auf Aufenthaltsraum-Standard, ist der ständige Betrieb einer zentralen Lüftungsanlage erforderlich. Zur Abdeckung der erforderlichen Heizlast können Gebläsekonvektoren oder eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung in Kombination mit einer Fußbodenheizung gewählt werden.

Ohne umfassende Abdichtungsmaßnahmen der Kellerröhre, kann nur eine Empfehlung zur Entfeuchtung der Raumluft abgegeben werden. Bei allen Kategorien kann mit Entfeuchtungsgeräten, oder dem optimalen Lüftungsverhalten, in Abhängigkeit der Außentemperaturen und der relativen Luftfeuchtigkeit eine Reduktion der Raumluftfeuchtigkeit erzielt werden. In einem beispielhaften Objekt in Niederösterreich wurde ein Lüftungsgerät mit Wärme- und Feuchterückgewinnung, zur Verbesserung des Kellerröhrenklimas, eingebaut. Die Auswertung der durchgeführten Messungen ergibt keine Veränderung der Temperatur- und der Luftfeuchtigkeitswerte. Der Weinkeller ist somit der Kategorie A zuzuordnen.

Zusammenfassung (Englisch)

This work deals with the conversion of old viticulture buildings and typical building physical conditions of the heat and humidity management.

The aim of the work is to investigate the original wine cellar climate with regard to ventilation, heat load and humidity balance. The original basement climate is combined with the three defined new uses according to categories, depending on temperature and relative humidity. The results in the calculation with exemplary dimensions reveal ventilation requirements, heat load and dehumidification. On the basis of the gained knowledge, recommendations for the installation of technical building equipment for achieving the desired values will be issued for the respective category.

For Category A, the conversion with the least changes to the original microclimate in the wine cellar, it is recommended: In order to meet the ventilation requirements, the existing steam tubes, if intact, or the installation of fans, are sufficient. The required heating load can be covered by underfloor heating.

For category B, with medium variations, a decentralized ventilation unit or a central ventilation system should be selected, depending on the requirements. Permanent operation is not necessary. The required heating load can also be achieved with underfloor heating.

For category C, the change of the original basement climate to permanent-usage standard, the constant operation of a central ventilation system is required. To cover the required heating load, fan coil units or a ventilation system with heat recovery in combination with underfloor heating can be selected.

Without comprehensive sealing measures of the cellar tube, only a recommendation for dehumidifying the room air can be given. It is possible for all categories to achieve a reduction in indoor humidity with dehumidifiers or optimal ventilation habits, depending on outside temperatures and relative humidity.

There was a ventilation unit with heat and moisture recovery installed in an exemplary building in Lower Austria, to improve the cellar tube climate. The evaluation of the measurements carried out does not change the temperature and humidity values. The wine cellar is thus assigned to category A.

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