Titelaufnahme

Titel
Peerbeziehungen in elementarpädagogischen Einrichtungen
Weitere Titel
Peer relationships in Early Childhood Education Institutions
AutorInnenHollinger, Catharina Anna
GutachterFürstaller, Maria
Erschienen2019
Datum der AbgabeFebruar 2019
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Peers / Peerbeziehungen / Kleinkindalter / Eingewöhnung / Krippe
Schlagwörter (EN)Peers / Peer relationships / Early childhood / Transition / Nursery
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit widmet sich Peerbeziehungen von Kindern unter drei Jahren und deren Be-deutung für die sensible Phase des Übergangs von der Familie in die Krippe. Während Peerbeziehungen für ältere Kinder als bedeutsam und entwicklungsfördernd beschrieben werden, wird das Potenzial, welches in den Interaktionen zwischen Kleinkindern liegt, noch unzureichend anerkannt. Vor diesem Hintergrund wird mittels einer Einzelfallstudie der Forschungsfrage nachgegangen, in welcher Weise Kinder unter drei Jahren im Rah-men des Übergangsprozesses von der Familie in die Krippe eine hilfreiche Ressource für die Übergangsbewältigung darstellen können. Die Grundlage der empirisch qualitativen Untersuchung bilden Videoaufnahmen, die im Rahmen der Wiener Kinderkrippenstudie (vgl. Datler et al. 2012b) aufgenommen wurden. Diese wurden gesichtet und nach der Methode der Young Child Observation (vgl. Datler et al. 2008; Fürstaller 2017; Trunken-polz et al. 2009) beobachtet und anschließend in deskriptiv-narrative Videobeobach-tungsprotokolle verschriftlicht. Die Auswertung der Videobeobachtungsprotokolle erfolgte über ein tiefenhermeneutisches Verfahren (vgl. Leithäuser, Volmerg 1979; 1988), mithilfe dessen herausgearbeitet wurde, wie ein zweijähriger Junge den Übergang von der Fami-lie in die Krippe erlebt haben mag, sowie in welcher Weise er die Beziehungserfahrun-gen, die er im Gruppenkontext mit Peers machte, als mögliche hilfreiche Ressource wahrgenommen hat. Die Ergebnisse der Untersuchung geben Hinweise darauf, dass der Übergang von der Familie in die Krippe für den Jungen von schmerzlichen Gefühlen des Getrennt-Seins und der Trennung von seiner primären Bezugsperson begleitet gewesen sein dürfte, und dass er in Peers kurzzeitige, hilfreiche Ressourcen zur Übergangsbewäl-tigung finden konnte. Die Untersuchungsergebnisse zeigen vor allem die Bedeutung der Beziehungserfahrungen mit PädagogInnen auf, sowie deren moderierende und unter-stützende Rolle für das Gelingen von Peerbeziehungen.

Zusammenfassung (Englisch)

This paper is focused on peer relationships of children under the age of three and their relevance for the sensitive phase of transition from family to nursery. While peer relati-onships are described as important and development-enhancing among older children, the potential of interactions between young children is still insufficiently recognised. In this context, a single-case study will be conducted to investigate the research question into how children under the age of three can be a helpful resource for coping with the transiti-on from family to nursery as part of the transition process. The empirical qualitative study is based on video recordings made within the framework of the Viennese research about toddlers’ transition from home care to day care (cf. Datler et al. 2012b). These were sur-veyed and observed according to the Young Child Observation method (cf. Datler et al. 2008; Fürstaller 2017; Trunkenpolz et al. 2009) and scripted in descriptive-narrative video observation protocols. The analysis of the video observation protocols was based on a deep hermeneutic procedure (cf. Leithäuser, Volmerg 1979; 1988), with the aim of work-ing out how a two-year-old boy may have experienced the transition from family to nursery. As well as in which way he experienced the relationships he had in the group context with peers as a possible helpful resource. The results of the study show that the boy's transition from family to nursery may have been accompanied by painful feelings of segregation and separation from his main caregiver, and that he was able to find brief, helpful resources for coping with transition in peer interactions. The results of the study focus especially on the importance of experiences and relationships with pedagogues and their moderating and supporting role for succesful peer relationships.